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Die vier Schätze der tibetischen Esskultur

Datum: 02.01.2015,10:17:00 Quelle:China Tibet Online

Neulich hat die tibetische Küche als etwas Einzigartiges in Inland und Ausland mit der Entwicklung des Tourismus in Tibet viel an Einfluss gewonnen. Unter der Voraussetzung, dass die tibetische Küche ihre Besonderheiten beibehält, werden immer mehr neue Zutaten eingebunden und die Zubereitungstechniken werden immer feiner. Auf dem schneebedeckten Hochplateau ist eine neue Situation entstanden, in der die tibetische, chinesische und die westliche Küche miteinander verschmelzen und sich gegenseitig ergänzen. Somit ist ein neues Kapitel der gastronomischen Kultur Tibets aufgeschlagen worden.

Beim Anblick der vier Schätze der tibetischen Küche, und zwar Milch, Alkohol, Fleisch und Tee, läuft unzähligen Touristen das Wasser im Mund zusammen. Das liegt nicht einfach nur daran, dass das Essen sehr lecker ist, sondern die tibetische Esskultur den Appetit anregt.

Milch von Mutter auf dem Hochplateau

Milchprodukte sind wichtige Nahrungsmittel im Alltagsleben der Tibeter. Die Milchprodukte werden in frische Milch, Joghurt, Käse, Butter etc. eingeteilt.
Joghurt ist das Getränk, das die Leute am meisten mögen. Er wird durch Gärung der Milch hergestellt. Joghurt heißt auf Tibetisch "Xue". Der Joghurt, der mit Milch, aus der keine Butter gewonnen worden ist, hergestellt wird, heißt "Exue". Er ist vollmundig und nährstoffreich. Der Joghurt, der mit Milch, aus der schon Butter gewonnen worden ist, hergestellt wird, heißt "Daxue". Ihre Qualität ist vergleichsweise schlecht.

Butter heißt auf Tibetisch "Maer" und ist unentbehrlich für die Tibeter. Das Melken und das Butterschlagen sind die Techniken, die jede tibetische Frau hervorragend beherrscht. Diese traditionelle Arbeit gilt schon als eine Art Kunst. In Tänzen, Liedern oder Filmen kommen Szenen des Butterschlagens häufig vor.

Alkohol: Manna, die Gott der Menschheit hinterlassen hat

Alkohol ist eine wichtige Kategorie der tibetischen Getränke. Mit Hochlandgerste als Zutat können Hochlandgerstenwein mit wenig Alkohol, Hochlandlandgerstenschnaps und Hochlandgerstenbier hergestellt werden.

In der Bar Changthang saß Basa, der Alkohol trank, während er von der Alkohol-Kultur Tibets erzählte.

Bei Hochzeiten und Festmählern kredenzt man zuerst hoch angesehenen Senioren Alkohol und dann den restlichen Gästen der Reihe nach in Uhrzeigersinn.  Diejenigen, denen Alkohol vorgesetzt wird, tippen ihre Ringfinger leicht in den Alkohol und schnippen dreimal in Folge mit diesen Fingern in die Luft. Dabei müssen sie sagen: "Zha Xi De Le", um ihren Respekt vor dem Gott des Himmels und der Erde auszudrücken. Die Trinkenden müssen sich an das Prinzip halten, dass ein Glas mit drei Schlucken ausgetrunken wird. Diejenigen, denen Alkohol kredenzt wird, trinken zuerst einen Schluck. Dann füllen die Einschenkenden die Gläser mit Alkohol. Danach müssen die Trinkenden noch einen Schluck zu sich nehmen. Nun füllen die Einschenkenden die Gläser nochmals. Beim dritten Mal trinken die Gäste wieder einen Schluck. Dann werden die Gläser wieder gefüllt und die Trinkenden müssen die Gläser auf einmal leeren.

Fleisch: Geschenke, die Bodhisattva den nomadischen Landwirten gibt

Auf der breiten Steppe in Nordtibet kann man überall grasende Yaks sehen; unter blauem Himmel und weißen Wolken laufen Scharen von Rindern und Schafen herum; auf Wiesen werden Rinder und Schafe ohne äußere Einflüsse auf eine traditionelle Art und Weise gezüchtet.

Im Vergleich mit den Zubereitungstechniken anderer Regionen Chinas nutzen die tibetischen relativ wenige Sorten an Zutaten. Xiga sagte: „Wir geben ungern viele Gewürze ins Essen. Der ursprüngliche Geschmack der Nahrungsmittel gefällt uns mehr. Den künstlichen Geschmack haben wir nordtibetischen Nomaden nicht gern. Beim Fleisch-Kochen fügen wir manchmal nichts hinzu und manchmal auch nur Salz.“

Tee: Physischer und psychologischer Regulator der Tibeter

Tibeter haben Buttertee, Süßtee und reinen Tee.

Aus Sicht der Ernährungswissenschaft ist der Fettanteil des Buttertees hoch. Er kann viel Wärme erzeugen, mit der man sich gegen die Kälte schützen kann. Außerdem sind Teeblätter reich an Theophyllin, Vitaminen und Spurenelementen. Sie sind gut für den Magen und verdauungsfördernd. Die Teeblätter verbessern die trophische Struktur der tibetischen Ernährung, die viel Eiweiß und viel Fett beinhaltet.

Essen und Trinken hängen immer aufs Engste mit Unterhaltung zusammen. Auf diese Weise sind die moderne tibetische Barkultur, die moderne tibetische Teehauskultur und die moderne tibetische Restaurant-Kultur entstanden.
 
 

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