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Vater des modernen Singapur über Tibet: Der Dalai Lama ist ein Stachel zwischen China und Indien

Datum: 25.03.2015,15:00:00 Quelle:China Tibet Online

Der verschiedene ehemalige Ministerpräsident Singapurs Lee Kuan Yew hat in einem Artikel geschrieben, es wäre ein Fehler der westlichen Presse, Chinas Tibet- und Menschenrechtspolitik zu kritisieren, während gleichzeitig der olympische Fackellauf 2008 in London durch Demonstrationen gestört wurde. Die Menschen aus dem Westen würden Tibet immer für ein Paradies halten. Aber für China war Tibet früher ein rückständiger Ort, in dem das feudale System der Leibeigenschaft herrschte und 90 Prozent der Bevölkerung Analphabeten waren. Seit der friedlichen Befreiung habe China das Kastensystem und das System der Leibeigenschaft dort abgeschafft.

Lee Kuan Yew wird als Vater des modernen Singapur bezeichnet. Am frühen Montagmorgen ist er im Alter von 91 Jahren im Zentralkrankenhaus Singapurs an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben.

Lees politisches Leben hat fünf Generationen der chinesischen Spitzenpolitiker erlebt, darunter Mao Zedong, Deng Xiaoping, Jiang Zemin, Hu Jintao und Xi Jinping. Er übte einen wichtigen Einfluss auf das Ausarbeiten der chinesischen Reform- und Öffnungspolitik aus und unterstützte die Wiedervereinigung zwischen den beiden Seiten der Taiwan-Straße.

Hochschätzung von Xi Jinping

Chinas Staatspräsident Xi Jinping bekundete am Montag in einer Kondolenzbotschaft sein Beileid. Xi würdigte Lee Kuan Yews Beiträge zur internationalen und asiatischen Politik. Insbesondere habe sich Lee lebenslang dafür engagiert, die Freundschaft zwischen China und Singapur zu verstärken und die Zusammenarbeit zwischen den beiden Ländern zu erschließen.

Über Tibet

Lee Kuan Yew hat in einem Artikel geschrieben, der Westen halte Tibet immer noch für ein romantisches Shangri-La, einen von Mönchen besiedelten Ort mit einem meditierenden Dalai Lama. Der Westen wolle nicht anerkennen, dass in Tibet das System der Leibeigenschaft beibehalten wurde. Durch die friedliche Befreiung Tibets wurden das Kastensystem und das System der Leibeigenschaft abgeschafft. China glaube, es sei notwendig, das Autonome Gebiet Tibet in die Welt des 21. Jahrhunderts zu bringen, Krankenhäuser, Schulen, Straßen, Eisenbahnen und Flughäfen zu bauen, mobile Telefone einzuführen, den Tourismus zu entwickeln sowie die Lebensbedingungen des Volkes zu verbessern.

Über den Dalai Lama

Im April 2009 sagte Lee Kuan Yew bei einem diplomatischen Dialog in Singapur: „Ich meine nicht, dass der Dalai Lama eine Spielmarke werden kann, mit der Indien mit China verhandelt… Solange der Dalai Lama weiter in Indien bleibt, gibt es diesen Stachel zwischen China und Indien.“
Weiter wies Lee darauf hin, im Vergleich zum Jahr 1959, in dem der Dalai Lama in Indien ankam, habe sich das Gleichgewicht der Weltmächte 2009 verändert. Außerdem zeigen diese Veränderung für die künftigen 50 Jahre eine Tendenz, die China weiter zu Gute komme.

Über westliche Presse

„Die westliche Presse mag die sensationellen Effekte. Sie will China als ein diktatorisches Land darstellen, in dem alles Gleichförmigkeit und absoluten Gehorsam anstrebt. Deswegen haben die Demonstrationen den westlichen Medien Material geboten, das sie überstrapazieren konnten. Allerdings stimmen die neutralen Staaten, darunter manche Länder in Asien, Afrika und Lateinamerika, der westlichen Linie nicht zu. Wer China besucht hat, weiß schon, dass sich in China riesige Änderungen ereignet haben“, kommentierte Lee Kuan Yew in Bezug auf die Berichterstattungen der westlichen Presse über den Zwischenfall vom „14.3“ in Tibet im Jahr 2008.

Asiatische Wertvorstellungen

Zeit seines Lebens glaubte Lee an die „asiatischen Wertvorstellungen“ fest. Der Klatsch und die Kritik der westlichen Medien haben seine Ideen zum Regieren und Wertvorstellungen nie erschüttert. Er meinte, die USA und Europa könnten ihre so genannten Standards für Menschenrechte und Demokratie nicht der anderen Welt aufzwingen.

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