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Yaks -- die "Jahrtausende alten Schätze" des tibetischen Hochplateaus

Datum: 30.05.2015,08:30:00 Quelle:China Tibet Online

Der Hof von Gesang aus Luoma im Landkreis Nagchu ist wahrlich nicht klein: die Familie besitzt über 1000 Mu (67 Hektar) Land sowie mehr als 100 Yaks, Pferde und Schafe. Laut Gesang selbst sei jedes Yak ein wahrer Schatz, vom Horn bis zum Huf. Wer diese Tiere besitze, sei immer bestens versorgt, denn die Yaks bieten Fleisch, Milch, Felle, Leder, große verwertbare Knochen und noch mehr. Viele Hirtenfamilien nutzen Yak-Dung als Brennmaterial, Haut und Felle eignen sich als Bettdecken, Bettvorleger oder Taschen, und aus den Hörnern lassen sich Instrumente machen. Quark, luftgetrocknetes Fleisch und auch Buttertee sind Produkte, die ebenfalls Produkte, die – direkt oder indirekt – vom Yak stammen.

Yak-Produkte siehr man in Tibet eigentlich überall: Kämme aus Yak-Horn, feines Yak-Leder und -Fell sowie Andenken aus diesen Rohstoffen werden sehr gerne gekauft.  Gleichzeitig sind Produkte aus Yakfleisch oder -Milch ein absolutes Muss, um das weder die Einheimischen noch die Touristen herumkommen.

In Tibet wird das Yak als "Jahrtausende alter Schatz" bezeichnet. Vor langer Zeit galten die Yaks als durchaus gefährliche Tiere des tibetischen Hochplateaus, die für Menschen eine Gefahr darstellten. Da die Tiere aber viele wichtige Produkte lieferten, die für das Überleben der Menschen absolut unverzichtbar waren, wurden sie – trotz des damit verbundenen Risikos – gejagt. Später erst begannen die Tibeter, die kräftigen und wilden Tiere zu domestizieren – seither sind sie die wahrscheinlich wichtigsten Nutztiere eines jeden Hirtenhaushalts. In den Jahrtausenden nach der Domestizierung der Tiere waren selbige aus dem Leben der Tibeter nicht mehr wegzudenken. Kleidung, Nahrungsmittel, Wohnen, Reisen -- aber auch Politik, Glaube und Geschäftsleben: ohne die zotteligen Tiere ging nichts. Heute nehmen die Tiere sogar in der Tourismusbranche eine wichtige Funktion ein: als Attraktion oder auch als Lastenträger. Aus diesem Grund kann man sagen, dass das Yak für die Tibeter und auch für die Touristen wirklich ein "Jahrtausende alter Schatz" ist.

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