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Tibetische Manisteine: Der künstlerische Wert der Steinschnitzereien

Datum: 14.10.2015,09:10:00 Quelle:China Tibet Online

Tibetische Manisteine: Der künstlerische Wert der Steinschnitzereien

Egal ob auf Bergen, Wegen, an Fluss- oder Seeufern: sogenannte "Manisteine" – Steine oder Steinplatten mit bunt ausgemalten Schnitzereien – findet man in Tibet praktisch überall.

Auf diesen Steinen sind meist die sechs edlen Zeichen ("Om Mani Padme Hum", das älteste Mantra des tibetischen Buddhismus), Weisheiten, buddhistische Abbildung und sonstige, glückverheißende Dinge abgebildet. Sie nehmen innerhalb der tibetischen Kunst eine wichtige Stellung ein.

Häufig werden Manisteine zu "Manzha" genannten Steinwällen aufgebaut, die böse Geister aufhalten oder umleiten sollen. An besonders glückverheißenden Tagen verbrennen die Tibeter Weihrauch und legen zusätzliche Manisteine auf die Steinwälle.

Wie für die Ewigkeit gebaut stehen diese Steinwälle in der tibetischen Landschaft. Jeder einzelne Stein repräsentiert einen Herzenswunsch eines Gläubigen.

In der langen Geschichte Tibets ist so eine gigantische Zahl an Manisteinen zusammengekommen – Spuren von Menschen aus längst vergangenen Zeiten, die man heute noch überall in Tibet finden kann.

Die Manisteine mit Bildnissen von Buddha oder Thankas herzustellen, ist eine besonders schwierige Aufgabe. Das kann die begeisterten Manistein-Künstler jedoch keinesfalls abschrecken. Die Künstler stellen zum Teil ganz einfache Manisteine her, die einander sehr ähneln – manche sind allerdings auch wertvolle Unikate. Jede Fürbitte ist eben anders, zudem haben die Steine die unterschiedlichsten Formen und bestehen aus unterschiedlichen Materialien. Die Künstler müssen also flexibel, vielseitig begabt und innovativ sein und jederzeit auf die Wünsche der Gläubigen reagieren können.

Derart begabte Künstler und Steinmetze, die aus den Manisteinen die unterschiedlichsten Charakteristika herausarbeiten können, gibt es nur in einigen wenigen Klöstern.
 
 

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