Thema:
Startseite > Aktuelles > Artikel

Wie essen die Tibeter Yakfleisch?

Datum: 26.10.2015,09:07:00 Quelle:China Tibet Online

Wie essen die Tibeter Yakfleisch!

Lead: Wenn du mit dem getrockneten Yakfleisch in kleinen Packungen aus Supermärkten zufrieden bist, dann kannst du nie die vielfältigen Geschmäcke des richtigen Yakfleisches zu kosten bekommen. Als ein anspruchsvoller Gourmand muss man sich hinsichtlich der Verzehr-Weise an die einheimischen Tibeter wenden. Nur wenn man sich an die traditionellen Methoden hält, die bis heute erhalten geblieben sind, kann man behaupten, dass man wirklich Yakfleisch gegessen hat.

Wie essen die Tibeter Yakfleisch!

1. Shannaner Art: Gewürze werden beigemischt für kräftigeren Geschmack 

Die Einwohner der Regionen Shannan, Xigaze usw. mischen gern Gewürze bei, wenn sie getrocknetes Yakfleisch zubereiten. Vorher trennen sie die Knochen vom Fleisch des Yaks, nachdem sie abgewaschen worden sind. Dann wird das Yakfleisch in eckige Streifen geschnitten. Die Größe und die Dicke gehen nach dem eigenen Gusto. Wenn man trockeneres Fleisch essen will, dann kann man die Streifen dünner schneiden, wohingegen man die Streifen etwas dicker schneiden kann, falls man, wenn man es zarter mag.

Das Yakfleisch, das fürs Trocknen bestimmt ist, muss Haut, Fett und mageres Fleisch enthalten. Nachdem es in Streifen und Stücke geschnitten worden ist, können diese drei Sorten gleichmäßig verteilt werden. Getrocknetes Yakfleisch nach dieser Zubereitungsart schmeckt am besten. Dann werden Gewürze wie Speisesalz, Chili, Pfeffer usw. auf die Oberfläche des Fleisches gestreut, womit das Fleisch eine Zeit lang mariniert wird, damit es vollständig vom Gewürzsaft durchtränkt wird. Das nach dieser Art getrocknete Yakfleisch enthält wenig Wasser und ist relativ trocken und hart. Und der würzige Geschmack des Fleisches ist bei den jüngeren Leuten sehr beliebt. 

Wie essen die Tibeter Yakfleisch! 

2. Ngarier Art: Keine Gewürze und knuspriges, weiches FleischDie Einwohner von Ngari haben es gern, bei der Zubereitung von getrocknetem Yakfleisch den eigentlichen Geschmack des Fleisches beizubehalten. Bei der Zubereitung wird das gewaschene Yakfleisch in Streifen geschnitten, die über zehn Zentimeter dick, fünf bis zehn Zentimeter breit und 30 bis 50 Zentimeter lang sind. Danach werden die Streifen direkt in dunkle Räume, die gut gelüftet werden, wie beispielsweise Lagerräume, gehängt. Zwei bis drei Monate später kann das Fleisch verzehrt oder weiter aufbewahrt werden. Zur Aufbewahrung des Yakfleisches darf man keinesfalls Plastiktüten benutzen. Stattdessen muss man es in Stofftaschen oder Kartons aufbewahren. Außerdem muss man es in die Höhe hängen, wo es trocken ist und die Luft herankommt.

 

Wie essen die Tibeter Yakfleisch?

3. Qamdoer Art: Man lässt ganze Yakkeulen trocknen und das Fleisch ist halb roh 

Wenn die Einwohner der Region Qamdo getrocknetes Yakfleisch zubereiten, schneiden sie kein Fleisch von den Knochen. Stattdessen haben sie sich daran gewöhnt, ganze Yakkeulen an Stellen, wo es trocken und gut durchlüftet ist, zu hängen und sie dann trocknen zu lassen. Mehr Menschen hängen das Fleisch außerhalb des Hauses auf, wo viel Luft ist, solange die Sonne nicht direkt auf das Fleisch scheint. In der Regel fangen sie drei bis vier Monate vor dem Neujahr nach dem tibetischen Kalender mit dem Prozess an. Dann bekommt man zum Neujahr getrocknetes Fleisch zu essen. Beim Verzehr wird auch eine ganze Keule auf den Esstisch gelegt und man schneidet mit einem tibetischen Messer eine Scheibe ab. Dann dippt man sie in Gewürze wie von den Qamdoern speziell anfertigten Chili ein, was sehr gut schmeckt. Getrocknetes Yakfleisch dieser Art ist ähnlich wie Steak, das zur Hälfte gar ist: Die äußere Haut ist relativ trocken, während das Fleisch im Innern ziemlich frisch ist. So entsteht der spezielle, halb rohe Geschmack des getrockneten Yakfleisches. Diese Zubereitungsart tradieren die Einwohner vor Ort weiter.

Menschen

Mehr>>
„Feldleiter“ in der Steppe in Nordtibet „Batman“ auf dem Hochplateau Tibetische Pensionen mit schönen Landschaften Tonmacher auf dem Hochplateau in Westsichuan Drolma Gyalpo-Umweltschützer der Steppe
12345
  

Auch interessant