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Ökosystem des tibetischen Hochplateaus ist gesund und gut geschützt

Datum: 25.11.2015,08:30:00 Quelle:China Tibet Online

Ökosystem des tibetischen Hochplateaus ist gesund und gut geschützt

Die Chinesische Akademie der Wissenschaften hat am 18. November einen von chinesischen und ausländischen Forschern gemeinsam geschriebenen Bericht über den Zustand des Ökosystems des tibetischen Hochplateaus veröffentlicht. In dem Bericht wird die Umweltsituation Tibets anhand von sechs Rubriken – nämlich Klima, Gewässer, Ökosystem(e), ländliche Umwelt, Einfluss des Menschen und Katastrophenrisiko – untersucht, wobei Temperaturen, Niederschlag, der Zustand der Gletscher, Schneebedeckung, der Zustand der Seen sowie 26 weitere Faktoren überprüft wurden. In einer abschließenden Bewertung wurde ausgewertet, wie sich die Umwelt Tibets in den vergangenen 2.000 Jahren verändert hat – und wie sie sich, den gesammelten Daten zufolge, in den nächsten 100 Jahren verändern wird. Der Bericht kommt zu dem Schluss, dass sich der Zustand des Ökosystem des tibetischen Hochplateaus rapide verbessert hat.

Nach vielen Jahren der Beobachtung ist inzwischen klar, dass der Pflanzenwuchs seit Beginn dieses Jahrhunderts wieder massiv zugelegt hat. Die Studie zeigt, dass das tibetische Ökosystem – trotz der Erwärmung des Klimas und der Auswirkungen menschlicher Aktivitäten auf die Umwelt – weiterhin gut geschützt ist.    

Tibet ist auch für das Ökosystem ganz Chinas von größter Bedeutung. Die beiden Provinzen Qinghai und Tibet sowie die zuständigen staatlichen Kommissionen und Ministerien hatten schon vor Jahren gemeinsam einen Schutzplan für das Ökosystem des Qinghai-Tibet-Plateaus und der Sanjiangyuan-Region beschlossen.   

Bei ihren Untersuchungen erkannten die Wissenschaftler, dass sich die Struktur und Funktion des tibetischen Ökosystems deutlich verbessert hat, da die Biodiversität der Region inzwischen deutlich besser geschützt wird. Da die Qiangtang-Steppe, die Region Kekexili und das Altun-Gebirge zu Naturschutzparks ernannt wurden und die Zentral- und Lokalregierungen den Schutz wilder Tiere massiv erhöhten, konnten sich die Populationen vieler bedrohter Tierarten erholen.

So gibt es beispielsweise inzwischen etwa 40.000 wilde Yaks auf dem Hochplateau – 2003 lag die Zahl bei nur 15.000. Die Zahl der Tibetantilopen lag Anfang dieses Jahrhunderts bei 80.000 Tieren, mittlerweile hat sich der Bestand jedoch auf 150.000 erholt.   

In dem Bericht heißt es, dass einige der Aktivitäten des Menschen, die bisher als negativ für die Umwelt eingeschätzt wurden, auch positive Auswirkungen haben können: "Verkehr, Tourismus, Bergbau und Urbanisierung hatten in einigen Regionen negative Auswirkungen. Aber man muss auch sehen, dass Tibet seinen Energiebedarf dank moderner Technologie größtenteils durch Ökostrom decken kann und so – neben der Arktis – zu den reinsten und am wenigsten verschmutzten Gebieten unseres Planten gehört.“   

Um den Schutz der Umwelt zu stärken und gleichzeitig die Förderung der Ressourcen zu entwickeln, hat das Autonome Gebiet Tibet in den letzten Jahren die Bodenschätze einer genauen Untersuchung unterzogen und strenge Regeln für deren Abbau aufgestellt. Laut dem Bericht wird in Tibet auf einer Fläche von etwa 749 Quadratkilometern Bergbau betrieben – das sind nicht einmal 0,1 Prozent der Gesamtfläche des Autonomen Gebiets Tibet.
 
 

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