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Tibetische Kinder mit Lippen- und Gaumenspalten werden in Chengdu behandelt

Datum: 01.12.2015,15:53:00 Quelle:China Tibet Online

Die Tibetsparte des chinesischen Ölkonzerns Sinopec spendet 100 000 Yuan (etwa 14 000 Euro), um neun Bauernkinder mit Lippen- und Gaumenspalten aus Nagqu, Tibet inn der Stomatologie-Klinik Huaxi in Chengdu operativ zu behandeln. Am 22. konnten sechs Patienten nach erfolgreicher Chirurgie wieder zurück nach Hause fahren.

Tibetische Kinder mit Lippen- und Gaumenspalten werden in Chengdu behandelt

"Wir haben neun Patienten ausgewählt, von denen sechs schon vollständig genesen sind. Die anderen drei werden noch weiter beobachtet und später auch fertig operiert.", so Chen Jun, der Verantwortliche der Firma. Von den neun Patienten sind die meisten Kinder, darunter der älteste 21, und der jüngste erst sechs Monate alt.

Chen Jun erklärt, dass die meisten Patienten und Eltern zum ersten Mal Tibet verließen, sodass sie auch sprachlich noch einige Barrieren hatten. Die Firma hat noch sechs Leute geschickt, um die Tibeter zu begleiten und für Verpflegung, Unterkunft, Begleitung und Dolmetschen zu sorgen.
Der achtjährige Rinchen Zhaba ist einer der erfolgreich behandelten sechs Kinder. Sein Vater Tuwang erzählt einem Reporter, dass die bei der Geburt vorhandene Spalte später immer deutlicher wurde. "Wir wohnen in Tsonyi in Nagchu. Das ist die höchstgelegene Gemeinde Chinas. Vorher wussten wir gar nicht, dass diese Krankheit heilbar ist. Wir haben auch nicht so viel Geld und haben deshalb gar nicht darüber nachgedacht."

FürAußenstehendesahRinchenZhabamit der Gaumenspalteeinbisschengruseligaus.Obwohl er schon acht ist, hat er aus Angst, von Mitschülern ausgelacht zu werden, nie eine Schule besucht und ist ist ein Einzelgänger. "Als wir die Bekanntmachung im Dorf sahen, haben wir uns sofort beworben. Nun wurde die Krankheit geheilt und das Kind und wir Erwachsenen sind alle sehr erfreut. Ich habe per MMS meiner Familie ein Bild nach der Operation geschickt. Da waren alle super glücklich.", so Tu Wang. Sobald wir wieder zuhause sind, melde ich mich für meinen Sohn mal bei der Schule.

Im Interview mit dem Reporter war RinchenZhaba immer noch ein bisschen schüchtern. Er meinte, dass er früher wenn er aus dem Haus ging, immer einen Mundschutz trug, aus Angst, dass jemand seinen Mund sieht. Nun kann er den Mundschutz endlich abnehmen, obwohl er sich noch nicht ganz daran gewöhnt hat.

Er sagt weiter, dass dies sein erstes Mal im Landesinneren ist, seine erste Zugreise, sein erster Flug, sein erster Besuch einer Großstadt. Im Flugzeug sah er Schneeberge. In Chengdu sah er viele Hochhäuser. "In Chengdu ist es jetzt ganz warm, sogar wärmer als der Somme bei uns zuhause. Jetzt kann ich in die Schule gehen. Wenn ich groß bin, möchte ich gerne im Landesinneren studieren."

(Editor:Soong)

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