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Tierschutzzentrum rettet 300 Tibetantilopen

Datum: 07.12.2015,08:53:00 Quelle:China Tibet Online

Tierschutzzentrum rettet 300 Tibetantilopen

Das weltweit höchstgelegene Schutzzentrum für Wildtiere, das "Schutz- und Rettungszentrum für Tibetantilopen" in Kekexili, feiert derzeit sein elfjähriges Bestehen. In dieser Zeit konnte das Zentrum über 300 verletzte Tibetantilopen (Tschirus) retten. 

Laut dem Chef der Station wurde selbige im Jahr 2004 gegründet und hatte in den vergangenen 11 Jahren bei ihren Rettungseinsätzen eine Erfolgsquote von über 90 Prozent. Darüber hinaus habe das Zentrum auch vielen Wissenschaftlern bei der Erforschung der Entwicklung und Fortpflanzung der Tschirus geholfen – deren Erkenntnisse seien für die Tschiru-Zucht von allergrößtem Wert.

Das Naturschutzgebiet Kekexili liegt auf dem Qinghai-Tibet-Hochplateau in einer Höhe von durchschnittlich 4.600 Metern – und gehört damit zu den höchstgelegenen Naturschutzgebieten Chinas und der Welt. Auf einer Fläche von 45.000 Quadratkilometern leben hier über 230 teils seltene Wildtierarten, weswegen das Gebiet auch als "Welt-Genpool der geschützten Hochland-Wildtiere" bezeichnet wird.

In den 80er und 90er Jahren waren Tschiru-Produkte noch sehr gefragt, die Tiere wurden damals auch in Kekexili gnadenlos gejagt. Die Population ging von über 200.000 auf weniger als 20.000 Tiere zurück. Im Jahr 1994 begann Soinam Targyai, der stellvertretende Parteisektretär von Zhiduo im autonomen tibetischen Bezirk Yushu, seinen aufopferungsvollen Kampf gegen die Tschiru-Jäger und Wilderer. Zehn Jahre später, nicht zuletzt auch wegen des Erfolgs des Films "Kekexili", wurden Soinam Targyais Bemühungen endlich von Erfolg gekrönt.

Laut Daten der Verwaltung des Naturschutzgebiets konnte sich die Population der Tschirus in Kekexili – dank intensiver Schutzmaßnahmen – wieder auf mindestens 60.000 erholen. Derzeit versucht man, Kekexili von der UNESCO als Weltnaturerbe anerkennen zu lassen.
 
 

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