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Eisendrahtnetze werden für den Tod von Tibetgazellen verantwortlich gemacht

Datum: 07.03.2016,10:26:37 Quelle: China Tibet Online

Medienberichten zufolge sind wieder sieben Tibetgazellen durch Eisendrahtnetze an Weidezäunen am Qinghai-See gestorben. In den vergangenen Jahrzehnten haben die Weidezäune mehrmals die geschützten Tibet-Antilopen und -Gazellen getötet. Wer ist daran schuld?

die Weidezäune  haben  mehrmals die geschützten Tibet-Antilopen und -Gazellen getötet.

In Qinghai und Tibet sieht man oft Eisendrahtnetze, die auf den Zementsäulen um die Weiden angebracht sind und die Weiden umgeben. Ihre Höhe liegt zwischen 1,20 und 1,50 Metern. An der Spitze mancher Zäune gibt es auch Dornendrähte. Diese Zäune zielen darauf ab, einerseits die Weiden von verschiedenen Viehhirten abzugrenzen und andererseits die eigenen Haustiere unter Kontrolle zu halten. Die Dornendrähte können verhindern, dass die Yaks die Zäune umstoßen. Um nach Futter zu suchen oder vor natürlichen Feinden zu fliehen, versuchen die Tibetgazellen, die Zäune zu überschreiten. Dabei können sie an den Eisendrahtnetzen hängenbleiben. Nicht selten sterben sie daran. Statistiken zufolge sind mehr als 100 Tibetgazellen daran gestorben. Jedoch gibt es heute auf der Welt nur noch knapp über 1000 Tibetgazellen.

In der Tat werden Zäune auch in anderen Ländern errichtet. In manchen Regionen im Süden Afrikas umgeben die Farmer mit Zäunen die Wildtiere in ihren Farmen. Dann werden diese Wildtiere als private Waren gejagt. In Nordafrika werden Zäune an beiden Seiten der Straßen errichtet, um Zusammenstöße zwischen Wildtieren und Fahrzeugen zu verringern. In Australien schützen die Zäune die Beuteltiere vor der Bedrohung der invasiven Arten. „Es führt zu isolierten Tiergruppen, wenn die kontinuierliche Umgebung (von den Zäunen) getrennt wird. Dies verursacht die Verringerung der Raubtiere und der anderen großen Tierarten und dadurch die regionale Vernichtung durch die Zerstörung der gegenseitigen Beziehung zwischen verschiedenen Arten“, sagt Wu Yonglin, Mitarbeiter der Verwaltung des staatlichen Naturschutzgebiets Qinghai-See. Die hohen Zäune machen in der Praxis die Tibetgazellen-Jagd der Wölfe und Füchse viel leichter und beschränken die Bewegungszone der Tibetgazellen. Außerdem verhindern sie den Genaustausch zwischen verschiedenen Gruppen. Um die Tibet-Antilopen und -Gazellen zu schützen, richten deswegen immer mehr Menschen einen Appell an die Viehhirten, die Zäune abzureißen oder ihre Höhe auf 1,20 Metern zu senken und zugleich die Eisendornen darauf wegzunehmen.

 

(Editor:Soong)

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