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Qinghai: Buddhistisches Institut nimmt 120 Mönche auf

Datum: 11.11.2016,09:48:33 Quelle:China Tibet Online

Vor kurzem fand die Feier zum Semesterbeginn der Klassen des mittel- und unterstufigen akademischen Grades am buddhistischen Institut der tibetischen Sprache der Provinz Qinghai statt. Informationen zufolge wurden diesmal 120 Mönche aufgenommen, die durch Prüfungen von den 404 angemeldeten Mönchen aus fünf Schulen des tibetischen Buddhismus in der Provinz Qinghai ausgewählt wurden. Das Studium dauert vier Jahre. Der Hauptunterricht umfasst drei große Kategorien, nämlich die Lehren und Theorien des tibetischen Buddhismus, die Grammatik der tibetischen Sprache sowie die Lehrfächer der modernen Bildung.

Das System der akademischen Grade stammt ursprünglich aus der Gelug-Schule. Der höchste akademische Grad wird als Doramba bezeichnet und entspricht dem Doktor-Grad. Neben der Gelug-Schule gibt es in den anderen Schulen keine autoritären Prüfungssysteme. In den vergangenen Jahren hat die Gesellschaft immer mehr den tibetischen Buddhismus aufgenommen. Der Austausch zwischen den Mönchen und der Außenwelt sowie zwischen Mönchen verschiedener Schulen fand immer häufiger statt. Dies machte eine religiöse akademische Institution nötig, die die Moderne mit der Tradition verbindet, um die religiösen Qualifizierten auszubilden. Daher sind die buddhistischen Institute und die Prüfungen der akademischen Grade entstanden.

Der Vizeleiter des hochrangigen chinesischen buddhistischen Instituts der tibetischen Sprache, Liu Peng, erzählt, dass der Unterricht an den normalen buddhistischen Instituten sowohl die klassische buddhistische Lehre und Forschung als auch einige moderne Kurse für zum Beispiel Mathematik, Computerwissenschaft, Sozialwissenschaften sowie Gesetze und Vorschriften umfasse, damit sich die Mönche, die lange keinen Kontakt mit der Gesellschaft haben, besser in die Gesellschaft eingliedern. „Viele Mönche besitzen ein profundes Wissen über den tibetischen Buddhismus, aber keinen von der Gesellschaft anerkannten Bildungsgang. Beim Austausch mit anderen Menschen haben sie nur einen Grund- oder Mittelschulabschluss vorzuweisen. Die Einrichtung des Systems der akademischen Grade zielt darauf ab, die akademischen Systeme des tibetischen Buddhismus besser zu standardisieren, damit Personen mit den akademischen Graden der religiösen Persönlichkeiten besser von der Gesellschaft akzeptiert werden“, so Liu.

Während der Organisierung der Prüfungen trug das buddhistische Institut der tibetischen Sprache der Provinz Qinghai drei hochrangigen Sutren-Erklärern und anderen Lehrern die Aufgabe an, aufgrund unterschiedlicher Schulen und Niveaus der buddhistischen Theorien drei unterschiedliche Themen zu geben. Die Prüfungen gliederten sich in die buddhistische Debatte (mündliche Prüfung) und die schriftliche Prüfung. Die Inhalte der Debatte umfassten die buddhistischen Theorien, und die der schriftlichen Prüfung die Grammatik der tibetischen Sprache und die aktuellen politischen Angelegenheiten. Die Noten der drei Fächer machten jeweils einen Anteil von 70, 20 und zehn Prozent aus. Die Mönche, die gute Noten bekamen, wurden aufgenommen. Viele in diesem Jahr nicht aufgenommene Mönche sagten, dass sie nächstes Mal wieder an den Prüfungen teilnehmen wollten.

Das buddhistische Institut der tibetischen Sprache der Provinz Qinghai wurde unter der Initiative des 10. Panchen Lama im September 1986 im Kloster Kumbum Champa Ling in Qinghai gegründet. Es handelt sich um eine lokale religiöse Schule, an der das neue System der akademischen Grade des tibetischen Buddhismus durchgeführt wird. Dort werden der mittelstufige Grad „Driramba“ und der unterstufige Grad „Chanramba“ verliehen. 2014 investierte China 116 Millionen Yuan (15,7 Millionen Euro), um im Kreis Guide im Autonomen Bezirk Hainan in der Provinz Qinghai ein neues buddhistisches Institut aufzubauen. Dieses buddhistische Institut wurde im März 2016 in Betrieb genommen.

Quelle: China Tibet Online

Übersetzt von China Tibet Online

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