Thema:
Startseite > Aktuelles > Artikel

Tibet legt an acht Orten Zeit von Steinschnitzereien auf Tubo-Zeit fest

Datum: 15.12.2016,11:24:24 Quelle:China Tibet Online

Laut einem Zuständigen des Amts für Kulturgegenstände des Kreises Markam hat man bisher unter den entdeckten Steinschnitzereien aus der Tubo-Zeit (618-842) zwei Orte gefunden, an denen es Aufschriften in altem Tibetisch gibt. Trotzdem wurden vielleicht wegen der alten Zeit, der Erosion durch Wind und Regen sowie der Felsspalten, Ausfälle und Verwitterung keine Jahresaufzeichnungen in den übriggebliebenen Schriften entdeckt. „Durch den Vergleich mit den Steinschnitzereien mit demselben Motiv in der osttibetischen Region sind alle Motive der in Markam ausgegrabenen Steinschnitzereien über Vairocana oder über Vairocana und acht große Bodhisattva. Die meisten Statuen sind hohe Reliefe oder vertieft eingeschnitten. Das Aussehen und die Kleidung von Vairocana und Bodhisattva sind auch ähnlich. Meistens haben sie hohe Haarknoten, tragen Krone und langen Mantel mit dreieckigem Kragen. Es handelt sich um eine typische Aufmachung des Tubo-Königs und der oberen Schicht. Daraus ergibt sich, dass diese Steinschnitzereien aus dem Zeitraum zwischen der Amtszeit des Königs Thrisong Detsen (755-797) und der des Königs Satnalek (798-815) stammen, das heißt zwischen Mitte des 8. Jahrhunderts und Anfang des 9. Jahrhunderts“, so der Zuständige.

Informationen zufolge hat man bislang an acht Orten im Kreis Markam Steinschnitzereien aus der Tubo-Zeit entdeckt und durch Untersuchungen festgelegt. Konzentriert befinden sie sich in den Gemeinden Naxi, Bangda und Gartog. Sie gliedern sich in vier Arten: Felsenschnitzerei, dreidimensionale Schnitzerei, Felsenaufschriften in altem Tibetisch und Mani-Steinschnitzerei. Darunter gibt es sieben vorhandene Statuen von Felsenschnitzerei vom Anfang des 9. Jahrhunderts in der Gemeinde Naxi, die im Jahr 2013 als geschützte Kulturgegenstände der Provinzebene festgelegt wurden. Die Gestalt und der Sitz der Statue im Nambar Namzin Lhakhang in der Gemeinde Bangda werden im Wesentlichen vollständig beibehalten. Aber der Hintergrund für den Kopf und den Körper existiert nicht mehr. Die verschiedenen Teile der Statue sind durch Zapfen und Zapfenloch miteinander verbunden. Sie stammt aus dem Zeitraum zwischen Mitte und Spätzeit des 8. Jahrhunderts und Mitte des 9. Jahrhunderts und wurde im Jahr 2007 als geschützter Kulturgegenstand auf Staatsebene anerkannt.

Der Komplex der Steinschnitzereien aus der Tubo-Zeit im Kreis Markam ist eine wichtige Ruine, die die glänzenden Erfolge des antiken Verkehrs sowie die Geschichte des Material- und Kulturaustausches zwischen Tibetern und den Nachbarnationalitäten und der Religionsverbreitung bestätigt.

Quelle: Tibet Daily

(Editor:Soong)

Menschen

Mehr>>
Tibetischer Bergsteiger dokumentiert Bergsteigen Aufstiege auf Mt. Qomolangma Grundschüler an der tibetischen Grenze lernen das Leben außerhalb der Berge kennen Nyima Tashi, Vater der tibetischen IT Tibetischer Maler schafft Mikro-Thangka-Werke Thangka-Ausstellung der Gamagachi-Schule in Lhasa
12345
  

Auch interessant