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"Opa Wuhan" sorgt sich seit 39 Jahren um ethnisch tibetische Studenten

Datum: 29.01.2017,09:50:43 Quelle: China Tibet Online

Am Mittag des 23. Januar essen die über 50 tibetischen Schüler, die in den Winterferien nicht nach Hause fahren, zusammen mit dem 81 Jahre alten Alt-Professor Yang Changlin in der Uni Wuhan ein Neujahrsessen.

Die Studentin Gama Dunzong, der im 2. Studienjahr an der (Central China Normal University) CCNU ist, kommt aus Nagqu in Tibet und nimmt zum ersten Mal mit tibetischen Mitstudenten am von Yang Changlin extra organisierten Neujahrsessen teil. Sie ist ganz gerührt: "Ich fahre zwar nicht nach Hause, aber telefoniere oft mit meiner Familie und erzähle ihnen, dass ein Opa aus Wuhan uns zum Essen einlädt." Über diese Nachricht waren ihre Eltern sehr erfreut und machen sich nun weniger Sorgen. Gama Dunzong meint, dass die Fürsorglichkeit von Prof. Yang für die tibetischen Studenten sie sehr bewegt. Sie sagt weiter: "In den Winterferien habe ich mich für den Freiwilligendienst am Bahnhof während der Neujahrssaison eingeschrieben. Ich hoffe, dass ich damit etwas gutes tun kann."

Der an der Huazhong University of Science and Technology (HUST) im zweiten Studienjahr studierende Pumi Luozhu hat sich extra ein tibetisches Gewand angezogen: "Ich kannte Prof. Yang schon, als ich noch zur Schule ging. Ein Schüler über mir hat mir gesagt, dass hier ein Lehrer sich ganz besonders um tibetische Studenten kümmert." Pumi Luozhu meint, dass er seit seinem Studium in Wuhan oft an den Veranstaltungen von Yang Changlin teilnimmt. In dieser "Familie" von "Opa Wuhan" fühlt er sich gut aufgehoben.

Die über 50 ethnisch tibetischen Studenten kommen von Unis wie der Uni Wuhan, CCNU und HUST. Wie in den Jahren davor lädt der alte Yang Changlin sie aus eigener Tasche zum Essen ein. Für das Essen für fünf Tische zahlte er über 3000 Yuan (über 400 Euro) und die Studenten konnten selbst bestellen, was sie essen wollten. Yang Changlin hat auch extra tibetisches Essen wie Hüttenkäse und getrocknetes Yakfleisch mitgebracht.

Der alte Yang Changlin meint, dass er sich nach seinem Abschluss mit 29 Jahren aktiv für die Tibet-Hilfe beworben hat, womit er 13 Jahre Erfahrung hat, und wobei er seine Frau Tsering Dekyi kennen lernte. 1978 wurde er wegen Herzkrankheit zur Arbeit im Sportbüro der Uni Wuhan umernannt. Von da an sorgte er sich 39 Jahre helfend um die ethnisch tibetischen Studenten in Wuhan.

"Vielleicht wurde ich von klein an von meiner Familie angesteckt und habe auch viele Gefühle für Tibet.", so Yang Changlins Tochter Yang Hongmei. Ihre Mutter Dekyi hatte sie vorm Tod noch ermahnt, dass die "Familie" sich nicht auflösen darf. "Mit der Familie meint meine Mutter den Zusammenschluss mit den tibetischen Studenten, der uns immer im Herzen bleiben wird", so Yang Hongmei. Sie wird sich mit ihrem Vater zusammen um diese Familie sorgen.

 

Quelle: www.cnhubei.com

Übersetzt von China Tibet Online

(Editor: Rita Li)  

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