Thema:
Startseite > Aktuelles > Artikel

Erster tibetischsprachiger Anti-Aids-Film läuft in Qinghai

Datum: 25.02.2017,07:20:18 Quelle: China Tibet Online

       Der Regisseur und ein Teil des Filmpersonals auf der Erstaufführung.

Am Nachmittag des 20. wurde der erste tibetischsprachige Anti-Aids-Film "Rote Schleife" in Xining, Qinghai erstmalig aufgeführt.

Der Film wurde vom jungen tibetischen Regisseur Targyai Dingzeng in Nangqian, Autonomen Bezirk der Tibeter Yushu, Qinghai gedreht und hat eine Dauer von 93 Minuten. Er handelt von einer an Aids erkrankten Tibeterin, die im Stich gelassen wurde und nach körperlichen und seelischen Qualen wieder mutig im Leben steht und ist äußerst bewegend. 

"2015 lernte ich einige Anti-Aids-Freiwillige in tibetischen Gebieten kennen. Beim Gespräch mit ihnen merkte ich, dass dieses Thema äußerst wichtig ist, weshalb ich diesen Film drehte.", erklärt Targyai Dingzeng bei einem Gespräch über den Dreh von "Rote Schleife". 

       Regisseur Targyai Dingzeng (ganz links) unterhält sich auf der Erstaufführung mit Zuschauern über den Dreh.

"Wenn's um Aids geht sind die meisten Leute ähnlich wie im Film und stoßen die Patienten aus oder fliehen." Nach Ende der Erstaufführung erklärt der tibetische Zuschauer Puhuatai, dass der Ausdruck des Tabu-Themas Aids durch einen Film im Gegensatz zu trockener Aufklärung eher von den Bewohnern tibetischer Gebiete akzeptiert werden kann.

Der Film soll unter anderem in Lhasa, Chengdu und Yushu aufgeführt werden. Außerdem erklärt Targyai Dingzeng, dass der Wohltätigkeitsfilm "Rote Schleife" neben der jetzigen Version im Kham-Dialekt auch auf Amdo-Tibetisch und Ü-Tsang-Tibetisch synchronisiert werden soll. Es sollen auch 300.000 CDs kostenfrei an die tibetischen Regionen der fünf chinesischen Provinzen verschickt werden. 

Offizielle Daten zeigen, dass durch umfassende Maßnahmen wie die Verbreitung von Kondomen, die anhaltende Versorgung mit Medikamenten in den Gemeinschaften, freiwillige Tests und die Verhinderung von Mutter-Embryo-Übertragung pro Jahr im Schnitt für 80.000 Tibeter mit hohem Risiko Eingriffe durchgeführt werden. 1.480 Patienten konnten von der medizinischen Versorgung in den Gemeinschaften profitieren.

 

Autor: Luo Yunpeng

Quelle: Chinanews 

Übersetzt von China Tibet Online

(Editor: Rita Li)  

Menschen

Mehr>>
Tibet: Nomadenunternehmer Bianjiu Lunzhu     „Feldleiter“ in der Steppe in Nordtibet „Batman“ auf dem Hochplateau Tibetische Pensionen mit schönen Landschaften Tonmacher auf dem Hochplateau in Westsichuan
12345
  

Auch interessant