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Vom Graben Chinesischer Raupenpilzen zur Schule

Datum: 08.06.2017,09:04:36 Quelle:China Tibet Online

Die zentrale Schule der Gemeinde Duke des Autonomen Bezirks Ngawa der Tibeter und der Qiang hat vor Kurzem einen fröhlichen Tag der Kinder gefeiert. Über 500 Personen einschließlich Lehrer, Schüler und Eltern haben auf dem Sportplatz der entlegenen Schule des nomadischen Gebiets gemeinsam gefeiert. Die Kinder haben fröhlich den Gorchom-Tanz getanzt und Lesungen sowie Sketches dargeboten.  

Wenn man vor fünf Jahren da gewesen wäre,  hätte man ein anderes Bild gesehen: Leere Klassenzimmer und einen stillen Sportplatz. 

Diese Schule hat sich in den letzten fünf Jahren gewaltig verändert: Die Anzahl der Schüler ist von über 100 auf über 360 rasch gestiegen. Die Kinder, die im Mai und Juni Chinesische Pilze ausgegraben haben, sind zur Schule zurückgekehrt.

Die Chinesischen Raupenpilze sind wild und wachsen auf Wiesen nahe der Schneegrenze der Büsche auf einer Höhe von 3000 bis 5000 Metern auf hohen Bergen. Das Pro-Kopf-Einkommen des Kreises Zamtang liegt unter 8000 Yuan jährlich(rund 1046 Euro). Ein ausgewachsener, frischer Raupenpilz von etwa 4 Zentimetern kann für 50 Yuan (etwa 6,50 Euro) verkauft werden. Die Kinder haben eine gute Sehkraft und sind gelenkig. Beim Ausgraben der Pilze sind sie  den Erwachsenen nicht unterlegen. Daher sind sie wichtige Arbeitskräfte der Haushalte. Unter dem Antrieb hoher Preise gibt es immer mehr Leute, die Raupenpilze ausgraben.

Lehrer besprachen auf einer Sitzung, wie sie das Problem lösen können, dass die Schüler schwänzen oder die Schule abbrechen. Sie haben beschlossen, jedes Kind zu Hause zu besuchen, um ihnen zur Rückkehr zum Unterricht zu helfen. Darüber hinaus betreibt die Provinz Sichuan seit einigen Jahren die kostenlose Bildung, was die finanziellen Sorgen der Familien beseitigt.       

Sijie, ein Fünftklässler, sagte: „Am Wochenende bringen die Lehrer uns auf Berge oder wir spielen. Außerdem waschen sie uns die Haare, Kleidung und Bettzeug, so dass wir die familiäre Wärme zu spüren bekommen.“ 

Am Schulbeginn im September 2012 haben sich mehr als 60 Personen angemeldet, was noch nie passiert ist. Seitdem wächst die Zahl der Schüleranmeldungen Jahr für Jahr  und immer weniger Schüler brechen die Schule ab.

Zusammenfassung von Tibet.cn und der chinesischen Zeitung der Nationalen Minderheiten

(Editor: Daniel Yang)

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