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Hochkarätige Schnellstraßen als Wachstumsmotor für Tibet

Datum: 29.08.2017,09:10:32 Quelle: German.people.cn

Die hohen Infrastrukturinvestitionen der vergangenen Jahre haben sich positiv auf das wirtschaftliche Wachstum des Autonomen Gebiets Tibet ausgewirkt. Bis 2020 sollen dort alle Städte durch Straßen miteinander verbunden sein.

Das Klischee „Man muss Straßen bauen, um Reichtum zu erlangen“ hat sich mittlerweile für das Autonome Gebiet Tibet bewährt, die eine Gesamtfläche von 1,2 Millionen Quadratkilometern umfasst.

„Es war früher eine riesige Anstrengung, in die Präfektur Ngari zu fahren, weil die Straßen nur aus Kopfsteinpflaster und Schlamm bestanden. Es dauerte ungefähr eine Woche, um mit dem LKW von Lhasa dorthin zu gelangen und man musste Wasser und Lebensmittel mitnehmen, da es auf dem Weg keine Verpflegungsmöglichkeiten gab“, sagte Tsering, ein Fahrer, der in Lhasa arbeitet.

Nun ist Tsering weniger als vier Tage unterwegs, um die Strecke zwischen Lhasa und Ngari zurückzulegen, da es nun mehrere asphaltierte Schnellstraßen gibt, die die beiden Orte verbindet.

Die Schnellstraßen sind die Blutgefäße der Region und die tibetische Wirtschaft wurde durch die verbesserten Transportbedingungen in den vergangenen Jahren gestärkt.

Die Gesamtlänge der Schnellstraßen in Tibet stieg von 65.198 Kilometern 2012 auf heutzutage über 82.000 Kilometer und werde jedes Jahr um über 4.200 Kilometer erweitert. Hochwertige Schnellstraßen, die Autobahnen ähneln, hätten ihre Länge zwischen 2012 und 2016 um das sechsfache gesteigert, sagte Chen Chao, stellvertretender Leiter des Transportbüros für das Autonome Gebiet Tibet.

Im Jahr 2013 wurde die Motuo-Schnellstraße für den Verkehr freigegeben. Sie verbindet die abgelegene Region Motuo in Südost-Tibet, die letzte Region Chinas ohne Zugang zu Schnellstraßen, mit der Außenwelt.

Zu der rasanten Entwicklung der Schnellstraßen kommt es aufgrund der kontinuierlich festgelegten Investitionen in die Infrastruktur, die von 10,101 Milliarden Yuan (1,52 Milliarden US-Dollar) im Jahr 2012 auf über 40 Milliarden Yuan 2016 angewachsen sind, was einen jährlichen Anstieg von 41,3 Prozent ausmacht.

Dank der hohen Investitionen in die Infrastruktur und die wachstumsfördernden Effekte der verbesserten Transportmöglichkeiten, verzeichnete Tibet in den vergangenen fünf Jahren ein beeindruckendes Wirtschaftswachstum mit einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von elf Prozent. Die Wirtschaft der Region wuchs in der ersten Jahreshälfte 2017 um 10,8 Prozent gegenüber dem Vorjahreszeitraum und übertraf damit alle anderen Provinzregionen.

Sobald Hindernisse für den Transport beseitigt sind, nehme die Handelstätigkeit in Form von Logistik und Tourismus zu, wodurch die Lebensgrundlage der Menschen in dem Gebiet verbessert werde, sagte Chen.

Chen wies darauf hin, dass die Schnellstraßen trotzdem nicht auf Kosten der Umwelt gebaut werden, und fügte hinzu, dass der Bau solcher Schnellstraßen tatsächlich dabei helfe, die Umwelt zu schützen.

Als es noch keine Schnellstraßen gab, hätten die Fahrer wahllos die Region durchkreuzt, um Straßen zu finden, die weniger verschlammt sind und zerstörten dadurch die angrenzende Vegetation. Wiesen und Pflanzen blieben nun verschont, da die Fahrer einer festgelegten Route folgten, sagte Chen.

Ein Beispiel dafür stellt die sich im Bau befindliche hochkarätige Schnellstraße dar, die Lhasa mit dem südost-tibetischen Touristenort Nyingchi verbinden soll. Bei diesem Bau wurden 400 Millionen Yuan für ökologische Restaurationen und High-Tech-Methoden zur Bodenbefestigung entlang der Schnellstraße ausgegeben.

2020 soll die Gesamtlänge der Schnellstraßen in Tibet 110.000 Kilometer erreichen. Alle Landkreise erhalten Zugang zu asphaltierten Schnellstraßen und alle Städte werden durch zementierte Straßen miteinander verbunden. Es wird dann weniger als drei Stunden dauern, vier andere bedeutende Städte von Lhasa aus zu erreichen.

(Editor: Daniel Yang)

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