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Ngari in Tibet - Fröhliche Nomadenlieder im Winter

Datum: 02.03.2018,10:14:01 Quelle:China Tibet Online


„In den Ferien gehe ich heim, um meiner Familie dabei zu helfen, Vieh herumzutreiben. Nach dem Abschluss möchte ich an der Beamtenaufnahmeprüfung teilnehmen.“ Das erzählte Kelzang Zhadui in fließendem Chinesisch, als von ihrem Vorhaben in der Zukunft die Rede war. Er war im zweiten Studienjahr des Studiengangs Krankenpflege an der Universität Tibet.

Das ist eine Weidefläche auf dem Acker des ländlichen Gebiets der Region Ngari im Autonomen Gebiet Tibet. Kelzang trug einen Sack voller Tsampa, Gebäck und Fleisch und trieb Schafherden herum.

Jedes Jahr müssen die Nomaden fünfmal ihre Weidefläche wechseln. An Stellen in der Nähe von Bergen jeder Weidefläche gibt es Siedlungsstellen, die die Regierung hat bauen lassen. Vor den Haustüren der Siedlungsstellen parkten Motorräder. „Motorräder und Traktoren haben heutzutage viele Haushalte. Mit den Traktoren fährt man zu anderen Stellen um zu jobben. Im Sommer gehen wir jobben. Da bauen wir Häuser oder fahren Autos. An einem Tag verdienen wir über 200 Yuan (etwa 25,80 Euro).“

In den letzten Jahren hat Lobsang Zhadui Basketball, Badminton und Tischtennis spielen gelernt. Morgen ist seine Schwester dran, das Vieh herumzutreiben. Er würde auf den Sportplatz des Dorfkomitees gehen, um sich mit seinen Freunden an Techniken zu messen. „Als ich die Mittelschule besuchte, hatten wir keinen Platz zum Ballspielen. Nun haben wir so ziemlich alle Arten von Sportplätzen.“

Die Nomaden führen ein schlichtes Leben, aber keine Spuren der Armut waren festzustellen. Onkel Soinam sagte, dass die Nomaden dieses Gebiets allesamt drei Zuschüsse beziehen könnten. Hinzu käme das Einkommen vom Jobben und dem Vertrieb von Milch und Fleisch. Haushalte, die mehrere Personen umfassten, könnten locker jedes Jahr 60.000 bis 70.000 Yuan (rund 7753 bis 9046 Euro) verdienen.

Zwar wohnt die Familie Soinam tief in der Weidefläche, aber sie sind gar nicht weit von der Außenwelt entfernt. Ihre jüngste Tochter geht zur Schule in der Großgemeinde Sênggê Zangbo und ihre älteste Tochter studiert in Lhasa. Er und seine Frau waren einige Male in Lhasa. Als nächstes will er mit seiner Familie mit dem Zug in östliche Gebiete Chinas fahren.

Quelle: Tibet.cn

(Editor: Daniel Yang)

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