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Tibet forscht über Vorbeugung und Bekämpfung der Neobiota

Datum: 11.06.2018,09:12:15 Quelle:China Tibet Online

Auf der ersten Ausstellung über Neobiota in Tibet sieht sich ein Mädchen eine Rotwangen-Schmuckschildkröte an.

Die erste Ausstellung über Neobiota in Tibet fand vor kurzem im tibetischen Museum für Naturwissenschaften statt. Die Ausstellung zielt hauptsächlich darauf ab, dass die Bürger in Tibet den Begriff „Neobiota“ und die neobiotischen Arten kennenlernen.

Als Neobiota bezeichnet man Arten, die sich ohne oder mit menschlicher Einflussnahme in einem Gebiet, in dem sie zuvor nicht heimisch waren, wild etabliert haben und dann zur Schädigung der lokalen Biodiversität und des lokalen ökologischen Systems führen. Unter den bereits in Tibet entdeckten Neobiota wurden 13 Neophyten, wie beispielsweise Ageratina adenophora, Solanum aculeatissimum Jacq., Ageratum conyzoides L., Bidens pilosa L., und Chenopodium ambrosioides L. sowie zwei Neozoen, nämlich Ochsenfrosch und Rotwangen-Schmuckschildkröte, in die Liste der Neobiota Chinas aufgenommen.

Im Rahmen der Ausstellung werden 30 gefährliche Neobiota gezeigt. Die Pflanzenart Tagetes minuta stammt aus Südamerika und verteilt hauptsächlich in den Kreisen Nang Dzong und Mainling in der Stadt Nyingchi. 2015 hat sie sich teilweise in die lokalen Städte und ins landwirtschaftliche Öko-System ausgebreitet, was eine ökologische Schädigung verursachte.

Tibeter informieren sich bei der Ausstellung über die neobiotische Pflanze Dickstielige Wasserhyazinthe, die aus Brasilien stammt.

Die Rotwangen-Schmuckschildkröte stammt aus der Mitte der USA bis Nord-Mexiko. Es ist sehr einfach, diese Art zu züchten. Außerdem ist sie sehr billig. Dies hat zu einem großen Handel geführt. Die Art ist bereits in die Liste der weltweit 100 bedrohtesten neobiotischen Arten aufgenommen worden. Mittlerweile sind einzelne ausgesetzte und befreite Rotwangen-Schmuckschildkröten im Feuchtgebiet Lhalu in Lhasa entdeckt worden.

Laut Tu Yanli, der Abteilungsleiterin für Pflanzenforschung des Forschungsinstitutes für Hochlandarten, nehmen mehrere wissenschaftliche Forschungsinstitutionen und Behörden für Umweltschutz seit 2016 gemeinsam an der „Untersuchung über die Neobiota und ihre Sicherheit in den Gegenden mit hohen Risiken in Tibet“ teil. Dabei sind mehr als 150 Neobiota gefunden worden. Mittlerweile ist der erste Entwurf der „Liste der Neobiota in Tibet“ fertig ausgearbeitet und eine Datenbank der Neobiota in Tibet errichtet worden. Diese Untersuchung bietet der Ausarbeitung der Vorbeugungs- und Bekämpfungsmaßnahmen eine Forschungsunterstützung an.

Um die tibetischen Bürger den Begriff „Neobiota“ zu informieren findet die erste Ausstellung über Neobiota in Tibet unter dem Motto „Achtung, sie sind angekommen!“ statt.

Die Ausstellung zielt auch darauf ab, das Bewusstsein zu stärken, Neobiota im Alltagsleben vorzubeugen. Zum Beispiel soll man bei der Rückkehr aus dem Ausland keine Pflanzensaaten, Samen, Tiere, Insekteneier, Herbarien, Proben und Erde beliebig mitbringen. Darüber hinaus soll man Tiere und Pflanzen, die man nicht kennt, nicht beliebig befreien oder aussetzen.

 

Quelle: Chinanews.cn

Übersetzt von China Tibet Online

Redakteur: Li Hongqing  

 

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