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Klassische Tuschemalerei bringt 35 Millionen Dollar bei Auktion

Datum: 07.06.2016,16:05:53 Quelle: http://german.people.com.cn/n3/2016/0607/c209053-9069326.html

Eine farbige Tuschemalerei des chinesischen Künstlers Fu Baoshi (1904-65) ist bei einer Auktion in Beijing am Wochenende für 230 Millionen Yuan (35 Millionen US-Dollar) verkauft worden. „Der Gott der Wolke und der große Herr des Schicksals“ entstand im Jahr 1954. Vor der Versteigerung am Auktionshaus „Beijing Poly International Auction“ am Samstag wurde es auf einen Marktwert von 180 Millionen Yuan geschätzt.

Der Gott der Wolke und der große Herr des Schicksals

Zhao Xu, der Vorstandsdirektor des Auktionshauses sagte, das entscheidende Gebot wurde von einem Sammler vom chinesischen Festland über das Telefon abgegeben. Er hat seinen Namen nicht bekannt gegeben. Das drei Meter lange Gemälde war lange Zeit im Besitz der Familie Fu. Die bezahlte Summe entspricht dem bisherigen Verkaufsrekord für eine Arbeit des Künstlers. Im Jahre 2011 wurde zuletzt dieselbe Summe für ein Werk aus den 1960er Jahren für denselben Preis erzielt. Dabei handelte es sich um Farbzeichnungen, die vom soeben verstorbenen chinesischen Staatsmann Mao Zedong und seinen Gedichten inspiriert worden waren.

„Der Gott der Wolke und der große Herr des Schicksals“ zeigt Fus Bemühungen, klassische Themen wie beispielsweise Hofdamen in einer revolutionären Maltechnik festzuhalten. Auf dem Bild visualisiert er einen Abschnitt der Gedichtsammlung des Poeten Qu Yuan, der während der Zeit der Streitenden Reiche (475 bis 221 vor Christus) gelebt hatte. Fu porträtiert zwei Fabelwesen, die in den Versen porträtiert werden: einerseits den großen Herrn des Schicksals, der über die Lebensspanne eines Menschen entscheidet. Andererseits zeichnet er den Gott der Wolke, der Wind, Regen, Donner und Blitzschlag kontrolliert. Viele Gelehrte gehen davon aus, dass es sich bei diesem Gott um einen Mann handelt, obwohl der Autor und Historiker Guo Moruo argumentiert, dass es eigentlich eine Frau sein müsste. Der Künstler stimmte mit Guos Ansicht überein und gab dem Fabelwesen eine feminine Erscheinung. Das liegt nicht nur daran, dass die beiden eng miteinander befreundet waren – Guos Forschungen hatten einen großen Einfluss auf seine Arbeit.

Außerdem porträtiert der Künstler die beiden Götter als Liebhaber. Fu zeigt damit eine lebendige Vorstellungskraft und eine Romantik, die sich in vielen seiner anderen Gemälde von klassischen Figuren ebenfalls niederschlägt. Der Maler produzierte verschiedene Arbeiten, die auf den beiden Fabelwesen basieren, obwohl nur drei insgesamt bekannt sind. Zhao sagte, der Verkauf würde den Markt für chinesische Malereien und Kaligrafiewerke befeuern. Der Markt ist in den letzten Jahren aufgrund einer Verlangsamung der chinesischen Wirtschaft etwas nach unten gegangen. Dennoch wurde bei derselben Auktion am Samstag eine buddhistische Tuschemalerei des Künstlers Zhang Daqian um 63,8 Millionen Yuan gekauft.

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