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Chinesische Richter warnen Käufer von Online-Diensten vor Betrug

Datum: 16.06.2016,16:13:29 Quelle: http://german.people.com.cn/n3/2016/0616/c209053-9073258.html

Beijinger Richter haben die Leute gewarnt, aufzupassen, wenn sie online einkaufen, nachdem der größte Vertragsbetrug abgehandelt worden ist, der seit Gründung der Volksrepublik China 1949 passiert ist. Das Mittlere Volksgericht Nr. 1 in Beijing verurteilte am Dienstag 62 Angeklagte wegen Vertragsbetrugs. Shi Shurong, der Anführer der Gruppe, bekam die Höchststrafe von zwölf Jahren Haft. Das Gericht, das im April sechs Tage lang Zeugen gehört hatte, erklärte, die Angeklagten hätten zwischen 2013 und 2014 mehr als 80 Millionen Yuan (10,8 Millionen Euro) von 259 Personen erbeutet. Die meisten Opfer waren Senioren.

Alle Angeklagten arbeiteten für einen privaten Internetdienstanbieter in Beijing, doch sagten ihren Klienten, dass das Unternehmen vom Ministerium für Industrie und Information betrieben werde. Sie warben Klienten über eine Online-Plattform an und überredeten sie, bestimmte Online-Services zu kaufen, die angeblich großen Marktwert hätten, so das Gericht.

Ein 26-jähriger Angeklagter mit Nachnamen Yan, der für das Unternehmen seit zweieinhalb Monaten gearbeitet hatte und wegen der Geringfügigkeit seiner Straftaten freigesprochen wurde, sagte, der so genannte Marktwert sei vorgetäuscht gewesen. Es sei einfacher gewesen, das Vertrauen von älteren Leuten zu gewinnen, so er. „Ich gab vor, Verkäufer zu sein und dafür zuständig zu sein, Leute anzurufen und solche zu finden, die an Online-Produkten oder -diensten interessiert sind“, so Yan.

Richter Song Zhenyu sagte, die Leute sollten nicht blindlings Online-Dienste kaufen, denn nicht alle neuen Dienste oder Produkte verdienten Investitionen. „Wer herausfindet, dass er betrogen wurde, sollte Online-Beweise, wie Nachrichten von den Betrügern, aufbewahren und Anrufe aufzeichnen“, so Song. Tao Wei, oberster Richter des Strafgerichts bei dem Gerichtshof, ermutigte die Menschen, Hinweise über Betrug zu melden, da die Zahl dieser Fälle – und die Beträge des involvierten Geldes - steigen.

Von den Angeklagten wurden gegen elf wegen geringerer Schwere ihrer Straftaten keine Haftstrafen verhängt, doch sie wurden zu Geldstrafen verurteilt, erklärte das Gericht. Es ist nicht bekannt, ob Berufungen eingelegt werden.

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