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China macht Computerspielen zum Studiengang

Datum: 12.09.2016,16:24:53 Quelle: http://german.people.com.cn/n3/2016/0912/c209053-9114029.html

Computerspielen – oder auch E-Sport – könnte in China zu einem neuen Studiengang werden. Das chinesische Bildungsministerium hat vor kurzem einen Fächerkatalog für Hoch- und Berufsschulen veröffentlicht. Zu den 13 neu gebilligten Fächern gehört unter anderem E-Sport, dessen Verwaltung unter den Bereich Sport fällt. Der Katalog soll ab 2017 in Kraft treten.

Im laufenden Jahr hat eine Berufshochschule in der Inneren Mongolei E-Sport zum ersten Mal als belegbares Fach etabliert. Die Schule hat Trainer und Analytiker von führenden Vereinen in China angestellt, um E-Sport-Profis, Trainer und Taktik-Analytiker auszubilden.

Wie das staatliche Hauptamt für Sport erklärte, habe es in China im Jahr 2015 über 97 Millionen E-Sport-Fans gegeben. Der Produktionswert der Branche habe 50 Milliarden Yuan RMB erreicht.

„E-Sport ist in den vergangenen Jahren zu einem neuen Trend geworden. Immer mehr Jugendliche schauen zuhause E-Sport-Wettkämpfe an oder spielen selbst. Die Branche ist in eine reife Phase eingetreten und hat ein explosionsartiges Wachstum erlebt", sagte E-Sport-Moderator Zhou Lingxiang, der zugleich Gründer von Imba-TV ist, einem Fernsehkanal für E-Sport.

Im vergangenen Monat hat der internationale E-Sport-Verband einen Antrag auf die Zulassung von E-Sport zu den Olympischen Spielen eingereicht. E-Sport-Profis könnten also in Zukunft sogar Goldmedaillen für ihr Land gewinnen.

Um E-Sport-Profi zu werden, muss man in China einen Vertrag mit einem E-Sport-Club abschließen. Derzeit gibt es Tausende von Profis. Ihr Einkommen setzt sich aus zwei Teilen zusammen: die Gehälter vom Verein und Wettkampf-Prämien. Normale Spieler verdienen monatlich 20.000 bis 30.000 Yuan RMB. Einige Top-Spieler haben außerdem Verträge mit Online-Videoplattform, die ihnen noch viel mehr Geld einbringen. Sie können jährlich sogar mehrere Millionen Yuan RMB verdienen.

Die Verwaltung des E-Sports entwickelt sich im Vergleich zum boomenden Wachstum der Branche relativ langsam. Wie das staatliche Hauptamt für Sport mitteilte, arbeite man noch daran, entsprechende Regulierungen auszuarbeiten. Eine Registrierungsplattform für E-Sport-Profis werde voraussichtlich noch im laufenden Jahr eröffnet, damit sich Spieler, die die Voraussetzungen erfüllten, offiziell als Profi anmelden könnten.

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