Thema:
Startseite > Aktuelles > Newsticker

Forscher ringen mit Herausforderungen durch alternde Bevölkerung

Datum: 09.10.2016,16:48:21 Quelle: http://german.people.com.cn/n3/2016/1009/c209053-9124328.html

Forscher von Universitäten in Großbritannien, Frankreich und China studieren ihre Landeskulturen und vergleichen sie, um zu sehen, ob man daraus Schlüsse über die besten Methoden ziehen kann, mit einer alternden Bevölkerung umzugehen und sich um die alten Menschen in ihrem Zuhause zu kümmern.

Forscher von Universitäten in Großbritannien, Frankreich und China studieren ihre Landeskulturen und vergleichen sie, um zu sehen, ob man daraus Schlüsse über die besten Methoden ziehen kann, mit einer alternden Bevölkerung umzugehen und sich um die alten Menschen in ihrem Zuhause zu kümmern. Professor Yang Zan, der leitende chinesische Forscher des Gemeinschaftsprojekts zwischen der University of Central Lancashire, der Tsinghua-Universität und der Universite Paris Dauphine, hofft, dass kosteneffektive Methoden gefunden werden können, um Senioren zu ermöglichen, im Alter in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben, was ihrer psychischen Gesundheit zugute käme. „Es handelt sich um ein Forschungsprojekt mit dem Ziel, Pflegemodelle zu optimieren und das Altern im eigenen Zuhause zu unterstützen“, so Yang, der an der Beijinger Tsinghua-Universität unterrichtet. „Das Projekt konzentriert sich auf die Erfüllung der Bedürfnisse älterer Menschen hinsichtlich Gesundheit und Lebensqualität durch die Untersuchung der Beziehungen zwischen Wohnformen, den Lebensbedingungen älterer Menschen und dem Konzept von Pflege unter Berücksichtigung technologischer, finanzieller, politischer und sozialer Aspekte.“

Das Projekt zur Optimierung von Pflegemodellen zur Unterstützung des Alterns im eigenen Zuhause trägt den Namen Odessa. Das Odessa-Projekt begann im März 2015 und wird bis März 2018 dauern. Fünf Forscher in China nehmen daran teil, zusammen mit drei in England und vier in Frankreich. Daneben unterstützen die Arbeiten von zehn Doktoranden und Masterstudenten das Projekt. Es wird von den nationalen Stiftungen für Naturwissenschaften in China, Großbritannien und Frankreich finanziert.

Die Herausforderung, wie man am besten Pflege und Unterstützung für ältere Menschen bietet, ist seit Jahrzehnten ein wichtiges Problem in Europa, wo die Bevölkerung stetig altert und wo die Zahl der Erwerbstätigen, die die Rentner unterstützt, langsam immer kleiner wird. Diese Wandlung geht in China schneller vonstatten. Spätestens 2050 wird mehr als ein Viertel von Chinas Bevölkerung älter als 65 sein, was bedeutet, dass jüngere Generationen eine noch nie dagewesene Pflegelast auf sich nehmen müssen. Das liegt daran, dass chinesische Frauen aus vielerlei Gründen weniger Kinder bekommen, und dass ältere Menschen länger leben. Spätestens 2050 werden wahrscheinlich 45 Senioren auf hundert Erwerbstätige kommen. Heutzutage unterstützt eine Gruppe von hundert Erwerbstätigen 15 Senioren. „Aufgrund von Kultur- und wirtschaftlichen Unterschieden könnten ältere Menschen in China, Großbritannien und Frankreich Pflegeangebote aus unterschiedlichen Perspektiven sehen und verschiedene Präferenzen haben“, so Yang. „Mit der Erarbeitung von Szenarien und detaillierten vergleichenden Analysen zielt das Projekt darauf ab, einen gemeinsamen Rahmen aufzubauen, der eine sorgfältige Untersuchung von Pflegeangebotsmechanismen und -optionen für ältere Menschen ermöglicht.“

Menschen

Mehr>>
Grünpatron im abgelegenen Wald Lehrer bringt tibetischen Jungen zur Augen-OP nach Ningbo Geschichte des treuen Hundes auf der Straße Sichuan-Tibet Matsutakesammlung tibetischer Frauen Stromversorger auf dem Dach der Welt
12345
  

Auch interessant