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Vom Kokonsumismus städtischer Fahrradverleihe

Datum: 13.12.2016,17:43:44 Quelle: http://german.people.com.cn/n3/2016/1207/c209052-9151883.html

Die gemeinschaftliche Nutzung von Transportmitteln hat nicht nur wirtschaftliche Vorteile. Mit mehr Nutzern könnten lange Staus zu Hauptverkehrszeiten vermieden und die städtische Luftverschmutzung verringert werden.

Zhang Yanqi, Mitbegründer des Fahrradverleih-Startup-Unternehmens ofo, am Donnerstag bei einer Rede auf dem Chuangyebanger Gipfel der 100 Führungskräfte der Zukunft in Beijing. (Foto: chinadaily.com.cn)

„Der Kokonsum ist nicht die Zukunft, sondern geschieht schon jetzt. Er wirkt nicht nur in Industriestaaten, sondern verwandelt auch Entwicklungsländer wie China“, sagte Zhang Yanqi, Mitbegründer von ofo, einem jungen in Beijing ansässigen Unternehmen für den Fahrradverleih, auf dem Chuangyebanger Gipfel der 100 Führungskräfte der Zukunft am Donnerstag in Beijing.

Zwischen September 2015, als ofo die erste Fuhre seiner gelben Fahrräder an Universitäten auslieferte, bis Oktober 2016, als es die ersten Fahrräder zu größeren Gemeinschaften in den Städten brachte, wurde der Verleih von Fahrrädern ein vollständiger Teil der Shareconomy, des kollaborativen Konsums, in China.

„In der Vergangenheit kauften Menschen Häuser und Autos als ihr Eigentum. Doch das Konzept von Besitz wird dem Teilen weichen. Es ist sehr effizient aus wirtschaftlicher Perspektive“, so Zhang.

Ofo ist eine Plattform, die Fahrradfahrer vernetzt. Sie ermutigt Menschen dazu, ihre eigenen Fahrräder zu teilen, im Austausch für das Recht, jedes Fahrrad der Plattform frei nutzen zu können. Jene ohne Fahrrad zum Teilen zahlen für die Nutzung. Derzeit verbindet die Plattform 217.365 Fahrräder von Normalbürgern oder Fahrradproduzenten mit mehr als drei Millionen registrierten Nutzern von 200 Universitätscampussen in 22 Städten in ganz China oder Gemeinschaften in den bedeutendsten Großstädten.

„Wir werden in weitere Städte gehen“, stellte Zhang Yanqi in Aussicht. „Ofo zielt darauf ab, alle Fahrräder der Welt miteinander zu verbinden.“

Anders als ofo stellt die Bike-Sharing-Plattform Mobike eigens kreierte Fahrräder für Bürger zur Verfügung, um sie miteinander zu teilen. Der ursprüngliche Zweck von Mobike sei es, Energie, Zeit und Geld zu sparen, wie die Mitbegründerin Hu Weiwei erklärte.

Offizielle Daten zeigen, dass 2014 die Pendelstrecke für 39 Prozent der Autos in Beijing weniger als fünf Kilometer betrug. Fünf Kilometer sind laut Hu eine normale Distanz für Fahrräder und Fußgänger.

„90 Prozent der Zeit sind Autos nur geparkt ist und den Rest der Zeit stehen sie mitten auf der Straße im Stau oder man verschwendet seine Zeit mit der Parkplatzsuche“, betonte Hu, die auch die erhöhten Kohlenstoffdioxid-Emissionen und die zehnmal größere Parkplatzgröße erwähnte. Fahrräder machen den Transport effizienter und das Teilen verstärkt diesen Effekt sogar noch.

Hu demonstrierte mit einem Video auf dem Gipfel, dass Mobikes in der Stadt Shenzhen in der südchinesischen Provinz Guangdong rund um die Uhr benutzt werden. Davon sei sie zunächst überrascht gewesen, bis ein Mobike-Nutzer aus Shenzhen ihr den Grund dafür erzählt habe. „Einige Arbeiter, beispielsweise Reinigungskräfte, gehen frühmorgens zur Arbeit, wenn noch keine öffentlichen Verkehrsmittel in Betrieb sind. In der Vergangenheit nutzten sie ihre eigenen Fahrräder und nun nutzen sie Mobike.“

Das Bike-Sharing, das Teilen von Fahrrädern, besitzt Vorteile für alle Menschen, die in Städten leben. „52 Prozent aller Nutzer gehören zur Generation, die in den 80er Jahren geboren wurde, und nahezu 30 Prozent gehören gar zur Generation, die ab 1990 geboren wurde. Darüber hinaus sind Ausländer aus 110 Staaten auf unserer Plattform registriert“, verriet Hu.

Viele Menschen fragen, ob die Fahrräder nicht durch Diebstahl gefährdet sind. „Ein gutes System wird eine gute Gesinnung hervorbringen“, versicherte Hu. „Wenn jeder zu jeder Zeit und an jedem Ort ein Fahrrad bekommen kann, wird keiner mehr eines stehlen wollen.“

Die Behörden unterstützen die Innovatoren. Im Dezember 2015 sagte Staatspräsident Xi Jinping, dass die Regierung den Kokonsum und internetgestützte Innovationen fördern werde.

„In weniger als einem Monat nach dem Start von Mobike in Guangzhou hat uns die Lokalverwaltung 39 Radstationen in der ganzen Stadt zugewiesen, um uns zu unterstützen“, sagte Hu. „Die Regierung von Shanghai hat sogar nicht nur Parkstationen vorgemerkt, sondern auch Schilder aufgestellt, um Menschen den Gebrauch von Mobikes zu erklären.“

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