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China Kurios: Ein-Hund-Politik

Datum: 28.06.2017,14:43:37 Quelle: http://german.people.com.cn/n3/2017/0628/c209053-9234334.html

Die Chinesen sind auf den Hund gekommen. Also nicht wörtlich natürlich. Seit die Eltern der Kinder der Ein-Kind-Politik-Ära älter werden und alleine zuhause zurückbleiben, werden Hunde als neue Familienmitglieder immer beliebter. Die hauen nicht zum Arbeiten oder der Liebe wegen in weit entfernte Städte ab und kommen nur noch zu Chinese New Year zu Besuch. Nein, sie sind ihren Herrchen treu ergeben und geben deren Leben einen neuen Sinn. Auch wenn die Chinesen traditionell keine Liebhaber von Haushündchen sind und Hunde früher lediglich als Nutztiere hielten, wird das Halten von vierbeinigen Freunden ein immer beliebteres Hobby. Was dem Deutschen sein Waldi, Hasso und Bello, ist dem Chinesen übrigens sein Doudou, Maomao oder Beibei.

Laut der nationalen Statistikbehörde steht China bei der Hundehaltung mittlerweile an dritter Stelle hinter den USA und Brasilien. 2015 gehörte zu 30 Millionen chinesischen Haushalten auch eine Fellnase. Ihre treuen Begleiter sind den Chinesen lieb und teuer. Die Haustierindustrie freut`s. 97,8 Billionen Yuan RMB konnten 2015 erwirtschaftet werden. Laut Statistik sind allein lebende Rentner, junge Frauen und reiche Paare ohne Kinder typische Hundebesitzer.

Und manche haben dann auch gerne mehr als einen Hund. Zwei oder drei Handtaschenhündchen auf einen Zweibeiner sind keine Seltenheit. Allerdings gilt auch: je mehr Hunde, desto mehr Lärm und Dreck. Nachdem sich die Beschwerden genauso häuften, wie der Dreck am Straßenrand, will die Stadt Qingdao nach Angaben des Guardian nun rigoros durchgreifen. Ein Hund pro Haushalt – Ende der Diskussion. Wer mehr als einen flauschigen Freund hat, darf einen behalten, alle weiteren müssen zur Adoption freigegeben werden. Ein Aufschrei der Entrüstung war die Antwort. Schließlich sind Hunde keine ausgedienten Möbelstücke, die sich als Sperrmüll an die Straße stellen lassen. Aber nicht nur die Anzahl der Hunde pro Haushalt soll limitiert werden, es gibt nun auch strengere Vorschriften, welche Hunde überhaupt gehalten werden dürfen. Hunderassen, wie Pittbull oder Mastiff, die auch in Deutschland auf der nicht ganz unumstrittenen Liste der Kampfhunde stehen, sind unerwünscht.

Alle Hunde müssen registriert werden. Wer sich nicht an die Regeln hält, muss umgerechnet rund 60 Euro Strafe zahlen.

Die Ein-Hund-Politik ist zwar neu für Qingdao, gilt in Shanghai und Chengdu aber zum Beispiel schon seit Längerem. Wer seine zwei oder mehr Lieblinge behalten möchte, muss also ernsthaft über einen Umzug in eine andere Stadt nachdenken. Ob sich die Ein-Hund-Politik allerdings dauerhaft durchsetzen lässt, bleibt noch abzuwarten.

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