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Spezielle Gäste auf dem Weideland: Eine Geschichte über Antilopen und die Bewohner des Kreises Amdo

Datum: 22.09.2017,16:22:54 Quelle: http://german.people.com.cn/n3/2017/0922/c209053-9272685.html

Im Oktober 1997 hat ein beispiellos heftiger Schneesturm den Regierungsbezirk Nagqu im Norden des Autonomen Gebiets Tibet heimgesucht. Das in einer Höhe von 4.500 Meter über dem Meeresspiegel gelegene Grasland Qiangtang war mit einer dicken Schneedecke bedeckt. Als der Schneefall an einem kalten Morgen endlich aufhörte wollte Buge, ein Bewohner des Dorfs Zhaji Buga, seine Weide inspizieren. Er musste viele erfrorene und verhungerte Ziegen im Schnee entdeckt. Sofort hatte er Mitleid mit den armen Tieren. Als er weiter über seine Weide wandelte, wurde der junge Hirte von der Szenerie überrascht. Dutzende braune tibetische Antilopen starrten ihn wachsam an. Er kann sich bis heute noch immer daran erinnern, wie er sich damals fühlte.

„Als ich die Antilopen sah, wusste ich gar nicht, was ich machen sollte. Ich hatte dann sofort Gecai informiert."

Gecai war damals der Direktor der Dorfkommission. Als sie zu zweit zum Fundort zurückkehrten, waren die Antilopen immer noch da. Merkwürdig war, dass die von Natur aus scheuen Antilopen nicht die Flucht vor den Menschen ergriffen. Gecai vermutete, dass sie bereits zu erschöpft waren, um die Flucht zu ergreifen. Das Weideland wird jährlich nur zwischen April und Juni für die Tiere geöffnet. In der restlichen Zeit war das Grasen verboten. Deswegen hat der Direktor der Dorfkommission eine Vollversammlung mit allen Dorfbewohnern einberufen.

„Ich hatte vor den Bewohnern bekräftigt, dass die Antilopen ein Symbole für Glück seien. Es waren ja auch nicht zu viele. Ich habe die Bewohner gebeten, die Tiere auf dem Weideland grasen zu lassen."

Seither lebten die Antilopen harmonisch mit den Rindern und Schafen der einheimischen Hirten. Ein Jahr nach der Entdeckung der tibetischen Antilopen hat das Aufforstungsamt des Kreises Amdo zum Wildtierschützer ernannt. In den vergangenen 20 Jahren hat sie die Antilopen vor Wilderern und Raubtieren geschützt. Inzwischen ist die Zahl der tibetischen Antilopen auf mehr als 300 gestiegen.

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