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Innovativ aber traditionsreich - wenn Peking-Oper und Kunqu-Oper ineinander übergehen

Datum: 17.11.2017,15:41:41 Quelle: http://german.people.com.cn/n3/2017/1117/c209053-9294128.html

Das Opernstück „Der Palast des Ewigen Lebens" erzählt von der Liebesgeschichte zwischen dem Kaiser Xuanzong aus der Tang-Dynastie und seiner geliebten Konkubine Yang Yuhuan.

Das Stück ist eigentlich ein Klassiker der traditionellen Kunqu-Oper, das seit Jahrhunderten in ganz China aufgeführt wird und so populär ist, wie die Liebesgeschichte selber. Für ihre Show in Beijing hat das Li-yuan Pekingoper-Theater das Drama neu und innovativ inszeniert, um die Performance noch attraktiver für den modernen Zuschauer zu gestalten. Dazu äußerte sich Li Baochun:

„Wir verkleiden uns diesmal ein bisschen anders als bei der traditionellen Aufführung. Verglichen mit traditionellen Kostümen der Peking-Oper sind bei meiner Tracht neue Elemente dazugekommen. Aber der Kern der Opernform bleibt unverändert. Dadurch versuchen wir, beide Kunstformen in einer Show zu präsentieren und die zwei Opernstile natürlich ineinander übergehen zu lassen."

Li Baochun ist für seinen innovativen Geist bekannt. Der 67-jährige Pekingoper-Meister wurde in eine renommierte Familie von Opernkünstlern geboren. Er wollte aber nicht einfach an den traditionellen Besonderheiten der Peking-Oper festhalten. Deshalb versuchte er moderne Elemente, wie Zauberkunst, Tanz und sogar Rap beziehungsweise Hip-Hop in seine Performance einzubauen.

Das Operndrama „Der Palast des Ewigen Lebens" kann auf eine über 300-jährige Geschichte zurückblicken und zählt zu den klassischen Werken der Kunqu-Oper. Sie wurde schon von vielen bekannten Opernkünstlern gespielt. Doch bei dieser Version des Li-yuan Pekingoper-Theaters aus Taipeh geht es eher um die Mischung der Peking- und Kunqu-Oper. Für Zuschauer ist die Show etwas völlig Neues.

Mitte des 19. Jahrhunderts hatte man bereits versucht, die Pekingoper mit anderen Kunstformen zu verbinden. Dazu zählten vor allem Musik, stimmliche Experimente, Pantomime, Tanz, und Akrobatik. Trotzdem muss die Pekingoper – einer der berühmtesten Kulturschätze Chinas – auch wie andere traditionelle Kunstformen des Landes um Zuschauer kämpfen. Deshalb streben viele Künstler nach neuen Innovationen in der darstellenden Kunst. Gu Huaiqun, Regisseurin des Taipeh Li-yuan Pekingoper-Theaters, nennt das Stück „Der Palast des Ewigen Lebens" ein gutes Beispiel dafür.

„Ich hoffe, dass unsere Zuschauer nicht penibel darauf achten, ob es eine Peking- oder Kunqu-Oper ist. Vielmehr sollen sie die Aufführung als Ganzes bewerten und schauen ob sie gelungen ist oder nicht. Das ist für uns wichtig. Es bedeutet uns sehr viel Klassiker auf eine neue Weise zu präsentieren. Die Wiederholung derselben Vorführung ohne Innovationen langweilt die Zuschauer. "

Mit mehreren Experimenten in den vergangenen Jahren ist es dem Li-yuan Pekingoper-Theater gelungen, immer mehr junge Zuschauer ins Theater zu bringen. Doch auch die klassischen Elemente der traditionellen chinesischen Opern bleiben dabei erhalten, da sie die Zuschauer älterer Generationen anziehen.

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