Thema:
Startseite > Aktuelles > Newsticker

Interview: Französischer Experte: Durchbrüche während Macrons Besuch in China erzielt

Datum: 12.01.2018,16:04:35 Quelle: http://german.xinhuanet.com/2018-01/12/c_136890615.htm

PARIS, 10. Januar (Xinhuanet) -- In Folge des Staatsbesuches des französischen Präsidenten Emmanuel Macron in China seien wirtschaftliche, kulturelle und strategische Durchbrüche bei der Beziehung zwischen Beijing und Paris erzielt worden, hat ein französischer Spezialist für internationale Beziehungen gesagt.

„Neben Vereinbarunen in solch strategischen Sektoren, wie Kernenergie, Elektrizität und Luftfahrt, die am Dienstag zwischen China und Frankreich unterzeichnet wurden, sollte auch bemerkt werden, dass Durchbrüche in Bereichen erzielt wurden, die über die traditionellen Felder der Kooperation hinausgehen, und andere Perspektiven eröffnet wurden”, erzählte Emmanuel Dupuy, Präsident des Instituts für europäische Aussichten und Sicherheit, Xinhua bei einem Interview.

Während seines dreitägigen Besuches in China besuchte der französische Präsident nicht nur die Verbotene Stadt und die Terrakotta-Armee, sondern bezeugte auch die Unterzeichnung einer Reihe von wichtigen Geschäftsvereinbarungen von französischen und chinesischen Unternehmen in verschiedenen Sektoren.

Dupuy schrieb den Erfolg von Macrons Besuch dem “guten Timing” zu, da er der erste europäische Staatschef war, der China nach dem 19. Parteitag der Kommunistischen Partei Chinas besuchte, der “den Nutzen aus einer vollkommen vorteilhaften Agenda zieht.”

Der Experte betonte eine Absichtserklärung, die von der französischen Energiegruppe New Areva und der China National Nuclear Corporation für ein Multi-Milliarden-Euro-Projekt zum Aufbau einer chinesischen Wiederaufbereitungsanlage für verbrauchtes Kernmaterial unterschrieben wurde.

Das neue Projekt und die beiden Taishan-Reaktoren in China, die zusammen mit New Areva gebaut worden seien, zeigten, dass die Kooperation von Frankreich und China im Bereich zivile Kernenergie sehr produktiv sein könne, sagte er.

Die Partnerschaft im Sektor der Agrarlebensmittel sei besonders förderlich für China, Frankreich und die Europäische Union, da China der größte Importeur von europäischen Agrarprodukten sei und 10 Prozent der weltweiten Ackerfläche ausmache und die Heimat von 20 Prozent der weltweiten Bevölkerung sei, fügte Dupuy hinzu.

Allein im Einzelhandelssektor decken französische Unternehmen in China ein breites Geschäftssprektrum ab, von der Luxusgruppe LVMH bis zu Sportartikelanbieter Decathlon und Lebensmitteleinzelhändlern, wie Auchan und Carrefour.

Der Ausbau der Kooperation bei E-Commerce könnte der nächste Schritt sein, nachdem Chinas Onlinehändlerriesen JD.com und Alibaba während Macrons Besuch verkündeten, dass sie mehr französische Produkte auf ihren Plattformen verkaufen und Logistikzentren in Frankreich schaffen würden.

„Dies sind klare Zeichen für das gegenseitige Interesse der beiden Länder am boomenden Sektor”, sagte Dupuy.

Er bemerkte den Fortschritt bei der bilateralen kulturellen Kooperation, einschließlich der Pläne, das symbolträchtige französische Pompidou Center for Contemporary Arts nach Shanghai zu bringen und gemeinsame archäologische Projekte durchzuführen. „Noch mehr französische Politiker sind an China interessiert, aber die Dynamik existiert nicht nur auf staatlicher Ebene. Die Kooperation zwischen Frankreich und China beinhaltet jetzt auch viele Akteure”, sagte der Experte.

(gemäß der Nachrichtenagentur Xinhua)

Menschen

Mehr>>
Tibet: “Sonderlehrer” in Sonderschule Kindergarten am Himmel Die Wächter des Manasarovar-Sees Chinesisches und amerikanisches Go treffen sich in Lhasa Lamao Drolma: “Haushälterin” des OP-Saales
12345
  

Auch interessant