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China setzt größte Armutsbekämpfungskampagne der Geschichte fort

Datum: 06.03.2018,16:48:33 Quelle: http://german.xinhuanet.com/2018-03/06/c_137019809.htm

BEIJING, 5. März (Xinhuanet) -- China werde die arme Landbevölkerung 2018 um über 10 Millionen reduzieren, einschließlich 2,8 Millionen Menschen, die aus unwirtlichen Gegenden umgesiedelt werden, sagte Ministerpräsident Li Keqiang am Montag.

„Die Bemühungen zur Armutsbekämpfung werden durch die Entwicklung lokaler Industrien, Bildung und Gesundheitsfürsorge fortgesetzt werden“, sagte Li, als er bei der ersten Tagung des 13. Nationalen Volkskongresses (NVK), der nationalen Gesetzgebung, einen Tätigkeitsbericht der Regierung übermittelt.

China wird mehr unternehmen, um Gebiete zu unterstützen, die von extremer Armut betroffen sind, und die neu erweiterten Armutsbekämpfungsfonds des Zentralbudgets und die damit verbundenen Transferzahlungen werden auf diese Gebiete ausgerichtet sein.

Li sagte, dass China maßgeschneiderte Maßnahmen für Einzelpersonen und einzelne Haushalte treffen werde, um sicherzustellen, dass die anvisierte arme Bevölkerung, einschließlich ältere Menschen, Menschen mit Behinderungen und Menschen mit schweren Krankheiten, die Hilfe erhalten, die sie benötigen.

„Die Maßnahmen zur Armutsbekämpfung werden für diejenigen, die bereits aus der Armut befreit wurden, während des Kampfes unverändert bleiben, und die neuen Armen und diejenigen, die in die Armut zurückfallen, werden umgehend Unterstützung erhalten“, sagte er.

Der Ministerpräsident versprach gezielte Maßnahmen gegen Korruption und Fehlverhalten bei der Armutsbekämpfung.

„China wird weiterhin die derzeitigen Armutsbekämpfungsstandards anwenden und sicherstellen, dass die Armutsreduzierung wie geplant voranschreitet und alle Standards erfüllt“, sagte er.

In den vergangenen fünf Jahren wurden in China mehr als 68,5 Millionen Menschen der Landbevölkerung aus der Armut gehoben. Das bedeutet, dass 37.000 Menschen jeden Tag aus der Armut entkommen sind. Die nationale Armutsquote sank von 10,2 Prozent auf 3,1 Prozent.

Der Kreis Ximeng in der südwestchinesischen Provinz Yunnan war früher eine arme Region auf nationaler Ebene. Inspiriert durch die gezielte Armutsbekämpfung des Landes, hat der Kreis in den letzten fünf Jahren Rinderzucht und Tourismus entwickelt, was die Armutsquote drastisch gesenkt hat.

„Die Menschen sind von ihren schäbigen Stroh- oder Holzhäusern in neue Wohnungen umgezogen“, sagte Yang Yu, Parteichef des Kreises.

Zuo Xiangyun, ein NVK-Vertreter aus der ostchinesischen Provinz Jiangxi, sagte, das Dorf Shenshan, sein Heimatort, habe Plantagen für gelbe Pfirsiche und Tee sowie ländlichen Tourismus entwickelt.

„Die Zahl der Touristen im Dorf ist von 100.000 im Jahr 2016 auf fast 220.000 im vergangenen Jahr gestiegen. Dank dieser Veränderung sind auch unsere Einkommen gewachsen“, sagte Zuo.

Zuo sagte auch, um die Armutsbekämpfung zu konsolidieren, sollte die Infrastruktur verbessert werden und ein angemessener industrieller Entwicklungsplan müsse vorhanden sein.

China habe große Fortschritte bei der Verringerung der Armut und beim Erreichen in den Nachhaltigen Entwicklungszielen festgelegten Maßstäben gemacht, laut dem Entwicklungsprogramm der Vereinten Nationen.

William Jones, Washingtoner Bürochef des Nachrichtenmagazins Executive Intelligence Review, sagte, dass das Ende der Armut lange Zeit als eine wichtige Aufgabe für die Menschheit angesehen wurde, aber bis vor Kurzem als „utopischer Traum“ betrachtet wurde.

„Mit China wird dieser Traum nun Realität“, sagte er.

„Chinas bemerkenswerte Fortschritte bei der Reduzierung der extremen Armut haben wesentlich zum Rückgang der weltweiten Armut beigetragen“, sagte Hoon S. Soh, Programmleiter der Weltbank für Wirtschaftspolitik für China.

Laut einem am Montag veröffentlichten Berichtsentwurf des Finanzministeriums werde die Zentralregierung über 106 Milliarden Yuan (16,7 Milliarden US-Dollar) zur Subventionierung der Armutsreduzierung bereitstellen, ein Anstieg von 20 Milliarden Yuan oder 23,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Die zusätzlichen Mittel werden hauptsächlich in Gebieten mit extremer Armut, vor allem in Westchina, eingesetzt werden.

„In diesem Jahr wird es noch schwieriger sein, weitere 10 Millionen Menschen aus der Armut zu befreien, und die Regierung muss präzisere und maßgeschneiderte Maßnahmen ergreifen“, sagte Wang Sangui, Professor an der Renmin-Universität.

(gemäß der Nachrichtenagentur Xinhua)

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