Thema:
Startseite > Menschen

Geschichte: Junge Tibeter, die sich im Widerstandskrieg gegen die japanische Aggression geopfert haben

Datum: 10.02.2017,16:27:02 Quelle:China Tibet Online

Im Zweiten Weltkrieg war China das Hauptschlachtfeld im Osten: Der Kampf dauerte am längsten, die Kosten und die Zahl der eingesetzten und vernichteten feindlichen Kräfte waren am größten. Außerdem hat China direkt oder indirekt an den wichtigen Schlachten in Europa, im Pazifik und in Nordafrika teilgenommen und einen unverkennbaren Beitrag zum Sieg des Weltkriegs gegen den Faschismus geleistet.

Angesichts der Aggression hat sich die Bevölkerung aller Nationalitäten Chinas am Widerstandskrieg gegen die japanische Aggression beteiligt, einschließlich der tibetischen Volksmassen und Mönche. Die Tibeter kämpften gegen die feindlichen Japaner, spendeten Getreide und andere Lebensmittel und beteten für den Sieg des Kriegs. Es gab in den von der Kommunistischen Partei Chinas geführten Truppen auch tibetische Soldaten. Manche von ihnen kämpften in China und manche waren Mitglieder der chinesischen Expeditionsarmee. Viele haben sich im Ausland oder an anderen Orten weit von zu Hause geopfert ohne einen Blick auf ihre Heimat zurückzuwerfen. Manche tibetische Piloten erster Generation führten Kampfjets und kämpften gegen die Japaner.

Der tibetische Gelehrte Professor Sherab Nyima von der Zentralen Universität für Nationale Minderheiten und sein Student Li Shuang haben im Archiv Wuhan eine Namensliste gefunden, auf der viele Namen von Tibetern stehen. Auf dieser Grundlage entfalteten sie ihre akademische Untersuchung. Dem Ergebnis der Untersuchung zufolge hat eine Reihe von Tibetern auf dem Schlachtfeld gegen die japanische Aggression gekämpft und ihr Leben dafür geopfert.

 

Sherab Nyima erzählte, dass die Whampoa-Militärakademie, die United States Military Academy, die Royal Military Academy Sandhurst und die Militärakademie des Generalstabes der Streitkräfte der Russischen Föderation gemeinsam als die „weltweit vier großen Militärakademien“ bezeichnet werden. Auf einer Alumni-Seite der Zentralen Armeeoffiziersakademie wurden viele tibetische Namen aufgezeichnet, wie zum Beispiel Jam Shinshi, He Tenzin, Lobsang Dorje, Lobsang Phuntsog, Gesang Qupi und Lobsang Namgyal. Dabei handelt es sich um typische tibetische Namen in Qinghai.

Später hat Sherab Nyima auf der Webseite der Alumni Association der Whampoa-Militärakademie die Namensliste der Studenten von 1938 gefunden. Daraus hat er gefolgert, dass es in diesem Jahr 21 tibetische Armeeangehörige (ohne Tibeter mit einem chinesischen Namen) gab. Die meisten von ihnen kamen aus Qinghai und waren damals 19 bis 28 Jahre alt. Allerdings kennt fast keiner die Erlebnisse der jungen tibetischen Soldaten.

„Ende des vergangenen Jahres habe ich zufällig einen Artikel über die Whampoa-Militärakademie gelesen, der mich unsagbar traurig gemacht hat. In dem Artikel wird besonders erwähnt, dass laut Statistiken nach der Kapitulation Japans nur 11.000 Soldaten, die die Whampoa-Militärakademie abgeschlossen haben, den Krieg überlebt hätten. 95 Prozent der 200.000 während des Widerstandskriegs an der Whampoa-Militärakademie ausgebildeten Soldaten sind gestorben“, so Sherab Nyima.

Weiter sagte er: „Zu dieser Zeit habe ich erst bemerkt, dass es die schwierigste Zeit war, als die Studenten vom Jahr 1938, die ich besonders aufmerksam verfolge, die Militärakademie abschlossen. Offensichtlich sind sie zum Schlachtfeld gegangen und haben ihr Leben für ihr Vaterland geopfert. Dadurch haben sie bewiesen, dass die Bevölkerung aller chinesischen Nationalitäten die Wiedervereinigung des Landes mit mehreren Nationalitäten geschaffen und verteidigt hat.“

Quelle: China Tibet Online

(Editor:Soong)

Menschen

Mehr>>
 Reisebericht: Der Heimweg der Fels-Männer Tibet Geschichte: Tibet-Chefin und nepalesischer Schneider Starke Frau, die den Himmel beobachtet Tibetische “Verwandte” des Staatsanwalts Polizei bei Pfirsichblüten
12345
  

Auch interessant