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Der „Tee- und Pferde-Pfad“ in der Tang-Dynastie

Datum: 30.10.2014, 08:33 Quelle: China Tibet Online
In der ausgehenden Tang-Dynastie traten die Beziehungen zwischen Tubo und dem Kaiserhof der Tang-Dynastie in eine neue Phase des stabilen Friedens ein. In der Tang-Dynastie wurde Tauschhandel von Textilien und Tee aus dem Landesinneren gegen Pferde und Rinder aus Tibet betrieben. Der Handel in Gansu und Sichuan war rege. Parallel zur berühmten Seidenstraße entstand in dieser Zeit der „Tee-und Pferde-Pfad“. Historischen Aufzeichnungen zufolge wurde nach der Rebellion von An Lushan und Shi Siming der Handel mit Tee und Pferden in großem Umfang über Gansu und Qinghai abgewickelt, und große Mengen von Tee wurden nach Tibet transportiert.
 
In der Tang-Dynastie befand sich der Handel mit Tee und Pferden allerdings noch in der Anfangsphase. Betrieben wurde er hauptsächlich von Beamten, die dem Kaiserhof Tributzahlungen ablieferten. Sie waren keine gewöhnlichen Händler. In der Zeit der Fünf Dynastien (907-960), der Song-Dynastie (960-1279) und der Jin-Dynastie (1115-1234) wurden weite Gebiete westlich des Gelben Flusses in Gansu von Tibetern und anderen nationalen Minderheiten besetzt. In der Song-Dynastie bestand mit dem Kaiserhof ein reger Austausch von „Tributen und Beschenkungen“, wobei es sich hauptsächlich um Pferde und Tee handelte. Für diesen Handel wurden auch Märkte errichtet, und in Sichuan wurde eigens für den Handel mit Tee und Pferden eine Verwaltung eingerichtet. Dadurch entwickelte sich der traditionelle Handel mit Tee und Pferden zu einem amtlich verwalteten Handel, womit eine neue Zeit begann.
(Zitat aus dem Buch Sachgeschichte)

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