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Tibet: schönes Pulu-Gewebe und volles Portemonnaie

Datum: 08.10.2016, 09:10 Quelle:

Das Pulu-Gewebe ist ein traditionelles Handwerk Tibets mit einer langen Geschichte. Damit macht man vor allem tibetische Bekleidung, Schuhe, Hüte, Teppiche usw. Der Kreis Zhanang des Regierungsbezirks Lhoka hat mit modernen Techniken das Handwerk des Pulu-Gewebes verbessert und die Qualität sowie den Umsatz des Gewebes auf ein höheres Niveau gebracht. Dadurch haben sie im Erbe  der Vorfahren einen Weg zu Wohlstand gefunden.

Früher war das Handwerk des Pulu-Gewebes ziemlich rückständig. Manche Pulu-Unternehmen konnten nur rein handgemachte Pulu-Taschen fertigen. Damals waren weder die Produktionsmengen noch die Qualität hoch. „Um das Problemabzustellen, dass das manuell gefertigte Pulu-Gewebe leicht Fusseln bekommt, haben wir extra eine Maschine zum Zuschneiden des Pulu-Gewebes entwickelt.“ Tsering Choeta sagte: „Während der  über drei Monatedauernden Versuche haben wir die Maschine entworfen, ihre Teile gesammelt und zum Schluss den Zusammenbau durchgeführt. Damit haben wir das Update des traditionellen Pulu-Handwerks verwirklicht.“

Nach der technischen Verbesserung haben die dortigen Pulu-Unternehmen anhand der Marktnachfrage über 10 Produkte, deren Herstellung in Anlehnung an die Lederbearbeitung war,  wie Handtaschen usw. auf den Markt gebracht. Tsering Choeta sagte: „Die technische Verbesserung und die Innovation haben den Absatz deutlich gesteigert. Danach ist der Jahresumsatz der Pulu-Ledertaschen von 50.000 auf 800.000 Yuan (6719 auf 107.585 Euro) gestiegen. Überdies hat dies mehr als 50 einheimischen Bewohnern Arbeitsplätze gebracht.“

Im Dorf Shigong, das den Ruf “Das erste Pulu-Dorf” hat, haben die Bewohner mithilfe der neuen Technologien die Pulu-Genossenschaft gegründet. Gusang Norbu, Zuständiger der Genossenschaft, sagte: „Die Genossenschaft bringt mehr als 30 Dorfbewohnern Einkommen, wenn sie keine landwirtschaftliche Arbeit verrichten müssen. Das Pro-Kopf-Einkommen ist um Tausende von Yuan (1000 Yuan sind  ca. 134 Euro) gestiegen. Außerdem hat die Genossenschaft beschlossen, den Dorfbewohnern Wolle abzukaufen, so dass die Bewohner mehr verdienen können, ohne ihr Zuhause verlassen zu müssen.“

(Editor: Daniel Yang)

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