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Hochlandgerstenwein

Datum: 31.08.2017, 10:23 Quelle: China Tibet Online

Aus Sicht der modernen Ernährungswissenschaft ist Hochlandgerste reich an Nährstoffen, eine der besten Getreidesorten, die die Anforderungen moderner Menschen an eine Ernährung reich an Eiweiß, Ballaststoffen und Vitaminen, sowie niedrig an Fett und Zucker erfüllt.

In den kalten Höhen über 4.200m ist Hochlandgerste die einzig normal reifende Getreidesorte und ist daher auch seit jeher die Hauptnahrungsmittelquelle der dortigen Bewohner. Derzeit benutzen etwa 80% der chinesischen Tibeter Hochlandgerste als Grundnahrungsmittel.

Dörfler erklären, dass die Brennerei von Hochlandgerstenwein drei Schritte umfasst: Die Gerste wird mit Schale gewaschen und an der Luft getrocknet. Dann wird sie gar gekocht, in Brauhefe getan und im geschlossenen Behälter mindestens drei Tage gegärt, wofür kein Spezialbehälter nötig ist. Früher wurden Porzellanbehälter verwendet, nun Metall- oder Plastikfässer.

In Familien gebrauter Schnaps ist beige und wenn man ihn stehen lässt, setzt sich nichts ab und der Schnaps wird nicht klar. Der Schnapsgeruch ist rein. Beim ersten Schluck ist er etwas säuerlich und süß im Abgang. Im Sommer hält sich der Gerstenwein höchstens 5 Tage, wonach er sauer wird.

Hirten auf dem Hochland brauen alle ihren eigenen Wein, wobei die Menge auch von der Anzahl Freunde abhängt. Weil er schnell gebraut ist und sich nur kurz hält, wird er oft neu gebraut, wofür normalerweise Frauen zuständig sind, die das von Frau zu Frau überliefern.

Kommerzieller Dosen-Gerstenwein ist gesüßt und nicht sauerbitter mit 3% Alkoholgehalt, was junge Leute beim gemeinsamen Abendessen oder Karaoke-Abend gerne trinken.

Autor: Zhou jing

Quelle: China Tibet Online

Übersetzt von China Tibet Online

(Editor: Rita Li)

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