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Tibetische Häuser nach 13 Generationen immer noch bewohnbar

Datum: 05.02.2018, 09:00 Quelle:

Im Autonomen Bezirk Ngawa der Provinz Sichuan gibt es ein sehr auffälliges, tibetisches Wohnhaus und es heißt Steinkammer Risimanba. Die Höhe des Hauses beträgt 25,6 Meter und es hat insgesamt neun Etagen. Darüber hinaus wurde es am Ende der Yuan-Dynastie und am Anfang der Ming-Dynastie gebaut. Dadurch ist es das älteste, größte und höchste tibetische Wohnhaus mit den meisten Etagen und wird als „König tibetischer Wohnhäuser“ bezeichnet.

Die Steinkammern sind dazu da, dass sich die Menschen in hoch gelegenen, kalten Region wärmen und Getreide lagern können. Überdies dienen sie zur Abwehr von Angriffen von außerhalb. Daher ist es wichtig, dass sie dick und massiv sind. Des Weiteren muss man nicht dafür sorgen, dass ihre Oberfläche glatt und sauber wird. Ferner werdensie meistens an gefährlichen Stellen gebaut, damit man sich leicht verteidigen kann.

Die Steinkammer hat eine Leiterform. Oben ist sie kleinerund unten ist sie größer. Die Fläche des obersten Geschosses beträgt nur 1/6 der des untersten Geschosses. Das Erdgeschoss dient als Viehstall; im zweiten Stockwerk befindet sich die Küche im nördlichen Teil und im südlichen Teil das Wohnzimmer; die dritte und vierte Etage fungieren als Schlafzimmer; der fünfte Stock wird als Sutra-Halle genutzt; oberhalb des sechsten Stockes sind Lager für Getreide und andere Utensilien. Zwischen den Etagen werden Holzleitern bereitgestellt, so dass man hinauf und hinuntergehen kann. Zwischen der dritten und vierten Etage ist eine rechteckige, hängende Holztoilette. Über dem zweiten Stockwerk hat jede Etage ein großes Fenster und mehrere kleinere Fenster, die zur Lüftung und zum Schießen bei Kämpfen dienen.

Inzwischen lebt die 13. Generation in der Steinkammer Risimanba. Im Jahr 2006 wurde die Steinkammer Risimanba in die Liste der Schwerpunktdenkmäler des Staates aufgenommen.

Quelle: Tageszeitung Sichuan

(Editor: Daniel Yang)

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