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Verbreiter der Xianzi-Kultur

Datum: 18.12.2018, 09:00 Quelle: China Tibet Online

Der 63 Jahre alte Wangdu lebt im Dorf Xiazhu in der Gemeinde Wujing in der Stadt Shangri-La im Autonomen Bezirk Dêqên der Tibeter in der Provinz Yunnan. An der Wand in seinem Haus hängen Reihen von Xianzi (ein Streichinstrument), die von ihm selbst hergestellt sind.

In der Zeit der Industrialisierung werden immer mehr Dinge in großen Mengen in Fabriken hergestellt. Allerdings hält Wangdu seit jeher daran fest, Xianzi rein manuell zu bauen. Laut Wangdu soll man großen Wert auf die Materialauswahl legen. Um eine gute Tonqualität zu schaffen, sollte der Instrumentenbauer wissen, wie man Xianzi spielt. Das beste Material für das Rohr der Xianzi sind der Trompetenbaum und der Kampferbaum. Die Muster des Holzes sollten gerade sein. Der Stab sollt Spannkraft haben. „Die wichtigste Materialauswahl ist die Haut, weil sie direkt den Ton der Xianzi beeinflusst“, so Wangdu. „Der Ton der Xianzi mit Schlangenhaut ist hell, und der Ton der Xianzi mit Rinderhaut ist kräftig.“

Wangdu hat ein großes Verantwortungsbewusstsein für die Verbreitung der Xianzi von Wujing. Er hat in seinem Dorf ein Xianzi-Ensemble mit mehr als 20 Mitgliedern gegründet. Das jüngste Mitglied ist erst 27 Jahre alt. Wenn sie Zeit haben, treffen sie sich, um Xianzi-Spielen zu üben. Nachmittags am Samstag gibt Wangdu den Kindern in der Grundschule der Gemeinde Wujing Xianzi-Unterricht. Wangdu sagt: „Obwohl der Unterricht nur eine Stunde dauert und obwohl es nur 22 Schüler gibt, ist es am wichtigsten, dass die Kinder die Xianzi kennenlernen und wir ihnen eine Umgebung für das Lernen schaffen.“

(Redakteur: Daniel Yang)

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