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„Holz“ wird „Ökologie“: Die tibetischen Regionen in Yunnan gehen den Weg der grünen Entwicklung

Datum: 09.04.2019, 09:07 Quelle: China Tibet Online

Nach einem ganztägigen starken Schneefall sieht man in Shangri-La in Yunnan die warme Sonne im Frühling. Das Restaurant der Familie Tashi Phelcho wird in der Dämmung geöffnet.

Dieses 20 Jahre alte Restaurant namens „Kala Kar“ ist das älteste tibetische Restaurant in Shangri-La. „Eigentlich sind die Kochmethoden der tibetischen Küche in Shangri-La einfach. Es hängt von den wilden Spitzen-Zutaten wie Matsutake, Trüffel und Morcheln ab.“ Tashi Phelcho sagt: „Die Menge dieser Spitzen-Zutaten werden direkt von der lokalen Öko-Umwelt beeinflusst.“

Der 78 Jahre alte Tachi teilt mit, in der tibetischen Sprache bedeute „Shugu“ Eichen und „Nisu“ Pause. Jedes Jahr nach der Ernte im Herbst gehen die Dorfeinwohner auf den Berg, bringen Eichenblätter zurück und stellen sie in die Ställe von Rindern und Schafen. Mit der Flüssigkeit der Bäume werden die Blätter im nächsten Frühling zu den besten grünen Düngern für die Bauernfamilien.

„Nach dem Shugu-Nisu-Fest darf keine Person auf den Berg gehen, um Eichenblätter zurückzubringen“, so Tachi. Während sie Dinge von den großen Gebirgen verlangen, befolgen die Tibeter hier die harmonische Weise für das Auskommen mit den großen Gebirgen. „Die Tibeter haben Natur-Kult und meinen, dass alle Kreaturen Seelen haben. Der Öko-Umweltschutz ist der Wunsch und die Anforderung der Einheimischen. Deswegen ist die gute Ökologie die Garantie der solidarischen und harmonischen Entwicklung hier.“

Von den 1960er Jahren bis zu den 1980er Jahren hängte Dêqên von der „Holzwirtschaft“ ab. Das Einkommen durch den Holzschlag der natürlichen Wälder machte einmal einen Anteil von 80 Prozent im Finanzeinkommen aus. 1998 entschied sich China, den Holzschlag der natürlichen Wälder im Oberlauf des Jangtse-Flusses zu verbieten und zu beschränken, um die weitere Verschlechterung der Öko-Umwelt von Dêqên aufzuhalten.

Danach hat Dêqên die „Holzwirtschaft“ beendet und den grünen Entwicklungsweg festgelegt, nach dem man durch Ökologie den autonomen Bezirk entwickeln soll.

„Im vergangenen Jahr wurden 67,2 Prozent der Landfläche von Dêqên in den ökologischen roten Faden der Provinz Yunnan aufgenommen.“ Ein Zuständiger namens Yang Liguang teilt mit, es komme darauf an, durch einen strengen „ökologischen roten Faden“ die nachhaltige „grüne Entwicklung“ zu fördern. Heute erreicht der Waldanteil von Dêqên 75,03 Prozent. Der autonome Bezirk wird zu einer der ökologischen Hochebenen Chinas.

Schneegebirge, Gletscher, Schluchten, Wälder, Weiden, Seen und saubere Luft von Dêqên ziehen zahlreiche in- und ausländische Touristen an.

„Die im Bau stehende Zugstrecke Yunnan-Tibet und die Autobahn Lijiang-Shangri-La werden in Zukunft Dêqên einen sprunghaften Anstieg von Touristen bringen“, meint Yang. „Für die Regionen, die den Tourismus schwerpunktmäßig entwickeln, ist die Wichtigkeit der Öko-Umwelt selbstverständlich.“

(Redakteur: Daniel Yang)

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