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Die chinesische buddhistische Delegation nimmt am Vesakhfest der Vereinten Nationen teil

Datum: 30.05.2019, 10:59 Quelle: China Tibet Online

Die chinesische buddhistische Delegation unter der Leitung des Meisters Yanjue, des stellvertretenden Vorsitzenden der Chinesischen Gesellschaft für Buddhismus, ist am 15. Mai ins thailändische Bangkok gereist, um an den Feierlichkeiten zum Vesakhfest der Vereinten Nationen teilzunehmen und dem buddhistischen Bereich Thailands einen Besuch abzustatten.

Der Buddhismus – ein Band, das die asiatischen Zivilisationen miteinander verbindet

Der Mai wird als Glücksmonat des Buddhismus bezeichnet. Zu verschiedenen Zeiten des Monats feiern die Buddhisten weltweit auf verschiedene Weise den Geburtstag des Buddhas Schakjamuni.

In den südostasiatischen Ländern, in denen man an den Buddhismus glaubt, werden normalerweise die Geburt, die Erleuchtung und das vollkommene Verlöschen des Buddhas an demselben Tag mit dem „Vesakhfest“ gefeiert. Die UN-Generalversammlung 1999 legte durch einen Beschluss fest, dass das Vesakhfest am ersten Vollmond des Monats Mai stattfindet, und schlug vor, dass jedes Jahr internationale Feierlichkeiten abgehalten werden, um die Lehren der Barmherzigkeit und des Friedens des Buddhismus zu verbreiten. Der Vollmond steht für das Glück und die Perfektion sowie die Intelligenz und die Frische.

Unter allen buddhistischen Ländern gibt es in China den Buddhismus für drei Sprachen und die meisten Gläubigen. In den vergangenen Jahren hat China als Gastgeber kontinuierlich fünf Jahre das Weltforum des Buddhismus abgehalten und eine Plattform zum freundlichen Austausch, der Vertiefung der buddhistischen Freundschaft und der Verstärkung der Zusammenarbeit für die Buddhisten der Welt geschaffen, was einen umfassenden Einfluss ausübt. Der Buddhismus stammt aus Asien, ist weltweit verbreitet worden und zu einem wichtigen Bestandteil der asiatischen Zivilisationen geworden.

Als Vertreter des chinesischen Buddhismus hielt der Meister Yanjue eine Rede. Er wies darauf hin, dass der Buddhismus als eine alte asiatische Zivilisation heute noch eine positive Rolle beim Austausch und dem gegenseitigen Lernen der Zivilisationen spielen kann. Er betonte, dass die Buddhisten in der Zeit, in der der materielle Genuss hochgeschätzt wird, an dem sauberen und noblen Drang sowie der genügsamen Lebensweise mit wenigen Begierden festhalten sollten. Mit den eigenen Praxen sollten sie die anderen bewegen und veranlassen, ein materiell enthaltsames Leben zu führen, und während der Suche nach individuellen Interessen und Entwicklung die Interessen anderer Kreaturen auch zu berücksichtigen, um Beiträge zur nachhaltigen Entwicklung der menschlichen Gesellschaft zu leisten.

Am Nachmittag des 16. Mai fand das Sutren-Vorlesen in der Buddha-Stadt von Bangkok statt, um für den Weltfrieden und die Sicherheit aller Kreaturen zu beten. Neben dem Vorlesen der Sutren durch die thailändischen Mönche hat der Organisator der Feierlichkeiten extra veranlasst, dass die chinesische buddhistische Delegation die Sutren mit vorlas. Die Stimmen des Sutren-Vorlesens des einzigartigen sinisierten chinesischen Buddhismus hallten lange in der Abenddämmung wider.

Tiefe Freundschaft zwischen den buddhistischen Bereichen Chinas und Thailands

Die buddhistischen Bereiche Chinas und Thailands haben eine tiefe Freundschaft. Der freundliche Austausch blickt auf eine lange Geschichte zurück. Der diesmalige Thailand-Besuch der chinesischen buddhistischen Delegation ist ein großes Ereignis in der Geschichte des buddhistischen Austausches zwischen beiden Ländern im neuen Zeitalter. Die Regierung und der buddhistische Bereich Thailands legten großen Wert darauf.

Der mehr als 90 Jahre alte Oberste Mönchspatriarch Thailands, Somdet Phra Ariyavongsagatanana, freute sich sehr über den Besuch der Delegation. Er bedankte sich bei der Delegation für ihre Teilnahme an den Feierlichkeiten des diesjährigen Vesakhfestes und hoffte, dass die chinesischen und thailändischen buddhistischen Bereiche wie Verwandte immer einander besuchen können. Eigentlich war geplant, dass das Treffen zirka eine halbe Stunde dauert. In der Tat hat der Oberste Mönchspatriarch fast eine Stunde lang Meinungen mit dem Meister Yanjue, dem 11. Panchen Lama und dem chinesischen Botschafter in Thailand Lü Jian ausgetauscht. Er sagte: „Thailand und China sind wie eine Familie. Ich habe auch chinesische Blutverwandtschaft, und kann auch ein bisschen Chaoshan-Dialekt sprechen. Nun will ich auch Standardchinesisch lernen.“ Während des Gesprächs sprach er auch im Chaoshan-Dialekt mit einem Mitarbeiter der chinesischen Botschaft in Thailand mit Chaoshan-Herkunft.

Der Vorsitzende des Internationalen Rates des UN-Vesakhfestes und Abt des Wat Prayun, Phra Dharmakosajarn, hielt die Rede des Meisters Yanjue für intelligent und inspirierend. Er sagte, bei der Teilnahme am Weltforum des Buddhismus in China habe er der ausgezeichneten Rede des Panchen Lama zugehört. Es handele sich um eine besondere Bindung, dass er diesmal in Thailand mit dem Panchen Lama zusammentreffe. Der Panchen Lama sagte: „Es gibt zwischen den Regierungen Chinas und Thailands aktive gegenseitige Besuche und Zusammenarbeit sowie zwischen den Völkern beider Länder ein gutes Verständnis. Die Buddhisten der beiden Länder sind alle Schüler des Buddhas, als ob hundert Flüsse ins Meer fließen und sich ineinander integrieren.“

Die guten Beziehungen zwischen Ländern hängen vom guten Austausch zwischen den Völkern ab. Bei diesem Thailand-Besuch hat die chinesische buddhistische Delegation sowohl die feinen buddhistischen Kulturgegenstände betrachtet als auch sich über den darin enthaltenden Geist und ihre kulturellen Werte informiert sowie mit Herzen und Aktionen die traditionelle Freundschaft zwischen China und Thailand gewährt und einen prächtigen Artikel in der Geschichte des freundlichen Austausches zwischen den buddhistischen Bereichen beider Länder geschrieben.

Lasst das Licht der Barmherzigkeit und Intelligenz die Welt beleuchten

Der Panchen Lama hat zum ersten Mal an einem ausländischen Besuch teilgenommen. Am Vormittag des 19. Mai hielt er auf Einladung an der Universität Mahachulalongkornrajavidyalaya von Thailand eine Rede mit dem Titel „Lasst das Licht der Barmherzigkeit und Intelligenz die Welt beleuchten“.

Der Panchen Lama saß auf dem rituellen Sitz im Zentrum des Podiums. Hinter ihm saßen zehn thailändische hochgebildete Mönche, die die Beine übereinanderschlugen. In der Halle, die tausend Menschen fassen kann, war es klar, sauber und ernst. Im Weihrauch hörte man mit angehaltenem Atem seiner Erleuchtung zu.

„Der Buddhismus ist eine Brücke, die den Austausch und das gegenseitige Lernen zwischen verschiedenen Zivilisationen der Menschheit fördert, und ein Band, das die Seelen der Völker verschiedener Länder und Regionen miteinander verbindet und die Freundschaft zwischen den Völkern verschiedener Länder verstärkt. Wenn wir auf die lange Geschichte der Menschheit zurückblicken, halten die großartigen buddhistischen Lehren Schritt mit der Zeit und der Gesellschaft, integrieren sich in die Kultur verschiedener Nationalitäten in verschiedenen Regionen und entsprechen den Bindungen der Raumzeit. Angesichts verschiedener Kreaturen mit verschiedener Herkunft werden die Rettungsmethoden verbreitet. Sie sind in mehreren asiatischen Ländern verbreitet und beliebt, haben den einzigartigen Charakter der orientalischen Zivilisationen geschaffen sowie die geistigen Traditionen und die kulturellen Schätze der verschiedenen asiatischen Nationalitäten reich gemacht.“ Der junge Panchen Lama zeigte sich imponierend und würdevoll, und verhielt sich ruhevoll. Die barmherzigen rituellen Stimmen kamen von Herzen. Dadurch wurde das vornehme Auftreten des großen Meisters des tibetischen Buddhismus präsentiert.

Über die chinesisch-thailändische Freundschaft sagte der Panchen Lama: „China und Thailand sind gute Nachbarn, deren Berge und Flüsse miteinander verbunden sind. Die traditionelle Freundschaft zwischen den Völkern beider Länder blickt auf eine lange Geschichte zurück. Je länger, desto tiefer. Aufgrund der tausend Jahre alten buddhistischen Freundschaft führen die buddhistischen Bereiche Chinas und Thailands häufige gegenseitige Besuche durch. Es gibt immer weit und breit gepriesene Taten und Feierlichkeiten. Der Buddhismus spielt im Kulturaustausch zwischen verschiedenen orientalischen Ländern, einschließlich Chinas und Thailands, eine wichtige Rolle als Band und hat wichtige Beiträge zur Festigung des friedlichen Austausches zwischen verschiedenen Ländern geleistet.“ Zum Schluss betete er auch auf Englisch aufrichtig für den Weltfrieden, das Wohlergehen der Menschheit und die Harmonie der Gesellschaft und wünschte, dass das Licht der Barmherzigkeit und Intelligenz des Buddhismus die Welt beleuchtet.

(von Fayin, Sonderverfasser der China Tibet Online)

(Redakteur: Daniel Yang)

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