Thema:

Traditionelles Handwerk glänzt in der Teppichfabrik Gyangzê

Datum: 19.01.2020, 10:18 Quelle: China Tibet Online

Die tibetische Webfertigkeit blickt auf eine lange Geschichte zurück. Der Kreis Gyangzê der Stadt Shigatse ist die berühmte „Heimat des Teppichs“ von Tibet. Der Gyangzê-Teppich, der türkische Teppich und der persische Teppich werden gemeinsam als „die weltweiten drei berühmten Teppicharten“ bezeichnet. Hinsichtlich Muster, Fäden, Färbung, Weben und Schnitt ist der Gyangzê-Teppich ausgezeichnet. Es gibt auch Muster mit tiefgreifender ethnischer Prägung. So verfügt der Gyangzê-Teppich über sehr hohen künstlerischen Wert. 2006 wurde das Programm in die erste Liste des immateriellen Kulturerbes auf Staatsebene aufgenommen.

„Die Regierung des Kreises Gyangzê hat 6,5 Millionen Yuan investiert und uns damit dabei geholfen, neue Werkstätten in Stahlstruktur mit einer Fläche von mehr als 15.000 Quadratmetern aufzubauen.“ Lhaping, Geschäftsführer der Teppichfabrik Gyangzê, sagt: „Mittlerweile gibt es in unserer Fabrik 60 Arbeiter. Das Pro-Kopf-Monatseinkommen kann mehr als 3200 Yuan erreichen. Die Verteilung nach Arbeitsleistung und das Preissystem werden durchgeführt. Das Monatseinkommen beträgt teilweise bis zu mehr als 4700 Yuan. Dies kann sowohl die Aktivität der Mitarbeiter als auch die Produktionseffizienz unserer Fabrik erhöhen.“

Die Herstellung des Teppichs ist nicht einfach. Um einen Teppich zu fertigen, benötigt es mehrere Arbeitsgänge wie Wollwaschen, Spinnen, Färbung, Weben, Schneiden und Design. Ein Mitarbeiter der Teppichfabrik, Penba Gyeba, sagt: „Mit 14 Jahren begann ich zu lernen, Teppiche zu weben. Seitdem sind mehr als 40 Jahre vergangen. Ehrlich gesagt gibt es auch andere Arbeitsplätze mit höherem Lohn und weniger Arbeit. Trotzdem halte ich aus Liebe und wegen der ursprünglichen Zielvorstellung in meinem Herzen daran fest. Ich will das traditionelle Handwerk gut verbreiten.“

2019 wurde der Geschäftsführer der Teppichfabrik, Gyangzê Lhaping, als Verbreiter des immateriellen Kulturerbes auf der Ebene des Autonomen Gebiets Tibet ausgezeichnet. Laut ihm braucht das handwerkliche Berufsethos mehr junges Blut. Solange es Überlieferung gibt, kann sich das traditionelle Handwerk langfristig verbreiten.

(Redakteur: Daniel Yang)

MeistgelesenMehr>>

Geschichte TibetsMehr>>

W020200112429636819494.jpg 110434290_zsite.jpg
12345