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Sichuan: Traditionelle Volkskunst der tibetischen Region bekommt neues Erscheinungsbild

Datum: 13.04.2020, 15:41 Quelle: China Tibet Online

Der Kreis Rangtang hat die Bezeichnung „Heimat der chinesischen Volkskunst“ und hat 119 immaterielle kulturelle Überlieferungen. Wie die über 80 Kommilitonen der Einrichtung zur Überlieferung der Techniken zur Fertigung tibetischer Tonartikel kommt Suolangbeng aus einer durchschnittlichen Nomadenfamilie in Rangtang. Nachdem er die Fertigung und die Reparatur des Formlings, das Brennen, den E-Commerce, die tibetische und chinesische Kalligrafie und die Grundmaltechniken studiert hatte, ist er zu einer der ersten Überlieferer, die in den 90er Jahren des 20. Jahrhunderts geboren wurden, geworden und seine Werke verkaufen sich bis nach Japan und in die USA.

„Am Anfang konnte ich nichts. Entweder konnte ich keine Formung schaffen, oder die Tonerde fiel herum. Erst drei Monate später habe ich ein relativ akzeptables Werk geschaffen.“ Während Suolangbeng auf die Tonschüssel zur Aufbewahrung weggeworfener Tonprodukte der Schüler zeigte, sagte er, dass die Tonerde der tibetischen Tonartikel Rangbala von den Bergen hinter der Einrichtung geholt wird. Sie wird mit Hochlandgerste schwarz gefärbt. In der Anfangsphase müssen die Schüler jeden Tag über 8 Stunden Tonartikel fertigen, bis sie alles leicht fertigen können.

In einer Vitrine der Manufaktur stehen vier chinesische Zeichen, die „langsam“, „verstehen“, „fixiert“ bzw. „froh“ bedeuten. Das ist das Rezept zur Fertigung der tibetischen Tonartikel. Es wurde von Qiuwang, Direktor der Manufaktur, für die Schüler hinterlassen. Suolangbeng meint, dass „langsam“ sich darauf bezieht, dass man bei der Tonfertigung kein hohes Tempo anstreben soll, „verstehen“ darauf, dass die Schüler aufgefordert werden, eigene Werke wirklich zu verstehen, „fixiert“ darauf, dass man nicht unstet wird, und „froh“ darauf, dass man Freude an der Tonartikelfertigung haben kann.

„Aber wir haben nun auch unseren Kummer, und zwar die Frage, wie wir die tausendjährigen, tibetischen Tonartikel der Zeit anpassen und bei der Überlieferung innovativ bleiben sollen.“ Suolangbeng meinte, dass die von ihm geschnitzten Ornamente beim Shenzhen-Gelände der Manufaktur der Überlierung Rangtang erlernt wurden. Viele Meister und Schüler der tibetischen Tonartikel sind mit der Finanzierung der Manufaktur der Überlieferung tibetischer Tonartikel nach Japan, Jingdezhen in Jiangxi, Xi’an  usw. zu Fortbildungen und zum Austausch mit auswärtigen Branchenkollegen gefahren.

Seit einigen Jahren arbeitet Rangtang daran, ausgezeichnete kulturelle Überlieferungen, die unter dem Volk verstreut sind, zu entdecken und zu sortieren. Vor diesem Hintergrund wurden 47 Einrichtungen der Überlieferungen von der tibetischen Oper, tibetischen Arzneimitteln, der indischen Musik, Thangka, Steingravuren etc. gegründet. Viele Volkskünste, die einst in Vergessenheit geraten waren, sind erneut an die Nomaden gekommen und strahlen neue Vitalität aus.

In der Einrichtung zur Überlieferung der tibetischen Räucherstäbchen schaute das tibetische Mädchen Meimo zu, wie ihr Lehrer mit gelochten Yakhörnern tibetische Räucherstäbchen fertigte. „dem Abschluss der beruflichen Oberschule hätte ich Lehrerin werden können. Jedoch bin ich heimgekehrt, um die Techniken zur Fertigung tibetischer Räucherstäbchen zu lernen, denn ich liebe die Blumen meiner Heimat.“ Meimo sagte, dass für die Räucherstäbchen Dutzende von Arten von frischen Blumen und Arzneimitteln, wie Hochplateau-Rhododendren, Safran, Saussurea involucrata (Kar. et Kir.) Sch.-Bip. Etc., zu verwenden sind. In der Saison, in der Blüten gedeihen, gibt es 100 bis 200 Mädchen, die frische Blumen oder Arzneimittel sammeln. Neulich wurde noch Zubehör zu tibetischen Räucherstäbchen, wie Duftetuis, Anhängsel etc., entwickelt. Diese werden im „Supermarkt der Überlieferungen“ des Kreises Rangtang angeboten, wo die Produkte der kulturellen Überlieferungen konzentriert präsentiert werden.

Derzeit hat Rangtang 18 Projekte der kulturellen Überlieferungen, für die Einrichtungen zur Vermittelung ihrer Techniken in Shanghai, Shenzhen etc. gegründet wurden. Überdies wurden mit dem Museum der Verbotenen Stadt Verträge zum Kopieren und zur Entwicklung von Thangka unterzeichnet. „Die Überlieferung der Volkskunst gleicht der Überlieferung glänzender Schätze und Vermögen.“ Daerji, Vizesekretär des Ausschusses der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) des Kreises Rangtang, meint, dass über 3000 Nomaden im Kreis beim Schutz und der Überlieferung der immateriellen, kulturellen Überlieferungen tätig sind. Durch das Studieren der Techniken unter dem Volk und die Fertigung kultureller Produkte wurden Kanäle zur Einkommenserhöhung ausgeweitet. Dadurch kann die Kultur nicht nur den Horizont der Bevölkerung der tibetischen Regionen erweitern, sondern auch ihr Einkommen steigern.

Quelle: Chinanews.cn
Redakteur: Krystal Zhang

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