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Das tibetische Sho-Dun-Fest beginnt mit der Buddha-Präsentation im Kloster Drepung

Datum: 21.08.2020, 09:17 Quelle: China Tibet Online

Der 19. August war der 30. des 6. Monats des Jahres der Eisenratte nach dem tibetischen Kalender. Im Kloster Drepung im tibetischen Lhasa waren Zehntausende von Gläubigen und Besuchern Zeugen der Präsentation des riesigen Thangka-Bildes von Shakyamuni. Als eines der größten traditionellen Feste in Lhasa hat das siebentägige Sho-Dun-Fest damit begonnen.

In der tibetischen Sprache steht „Sho“ für Joghurt und „Dun“ für „Bankett“. Deswegen wird das Sho-Dun-Fest auch als Joghurt-Fest bezeichnet. Legenden zufolge üben die Mönche der Gelug-Schule des tibetischen Buddhismus jeden Frühling und Sommer im geschlossenen Mönchheim in ihren jeweiligen Klöstern bis zum 30. Tag des 6. Monats nach dem tibetischen Kalender, wenn das Verbot aufgehoben wird, um zu vermeiden, dass versehentlich ein Lebewesen getötet wird. An diesem Tag lassen die Mönche das riesige Thangka-Bild in der Sonne trocken und präsentieren. Die Gläubigen bieten den Mönchen Joghurt an. Daraus ist das Sho-Dun-Fest entstanden.

Um 6 Uhr an diesem Tag befand sich die Coqen-Halle des Klosters Drepung im Klang der rituellen Hörner und dem Zypressenrauch. In der dunstigen Morgendämmerung öffneten die Mönche den Holzschrank mit mehr als 20 Türen und brachten gemeinsam das fast 40 Meter lange und zirka 37 Meter breite Satin-Thangka-Bild von Shakyamuni heraus. Unter der Führung der zeremoniellen Mönche und großen Lamas des Klosters trugen sie es entlang dem gewundenen Pilgerweg zur Buddha-Präsentationsplattform am Berg Genpeiwuzi.

Gegen 7:30 Uhr sah die Menschenmenge unter der Buddha-Präsentationsplattform zu, wie sich das riesige Thangka-Bild langsam entfaltete und von unten nach oben allmählich ihr wahres Gesicht zeigte. Sofort stieg der Zypressenrauch auf und die rituellen Hörner wurden geblasen. Die Mönche und Laien lasen zusammen das Sutra zur Begrüßung von Shakyamuni vor. Die Gläubigen gingen der Reihe nach unter der Buddha-Präsentationsplattform vorbei und überreichten einen Hada. Die Volkskünstler führten gleichzeitig die traditionellen Stücke der Tibet-Oper auf.

(Redakteur: Daniel Yang)

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