Thema:

Das tibetische Hochland zu einer nationalen und internationalen Hochebene der ökologischen Zivilisation aufbauen

Datum: 10.09.2020, 11:13 Quelle: China Tibet Online

Die 7. Konferenz des Zentralkomitees (ZK) der Kommunistischen Partei Chinas zur Tibet-Arbeit fand vom 28. bis zum 29. August in Beijing statt. Generalsekretär Xi Jinping nahm daran teil und hielt eine wichtige Rede.

Als tibetologischer Forscher und Mitglied der neunten Gruppe von Beamten der zentralen Staatsorgane, die Tibet unterstützen, habe ich in den Kreisen Nyima, Shuanghu und Xainza in der Stadt Nagqu im Autonomen Gebiet Tibet gründliche Untersuchungen durchgeführt und bin mir völlig bewusst, dass extrem hoch gelegene Gebiete „Testgelände für die physiologischen Grenzen des Menschen“ sind. Das Klima dort ist rau und das Leben nicht einfach. Insbesondere gibt es im abgelegenen Kreis Shuanghu, dem weltweit höchstgelegenen Kreis, nur ungünstige Transportmöglichkeiten, das ganze Jahr über niedrigen Luftdruck und starken Sauerstoffmangel. Die Lebensqualität der Bewohner ist gering. Der Ort ist wirklich nicht geeignet für das menschliche Leben. Darüber hinaus befindet sich der Kreis Shuanghu im Kerngebiet des Changthang-Naturreservats. Es gibt hoch aufragende Schneeberge und Gletscher, dichte Seen, offenes Grasland und zahlreiche Wildtiere wie Tibet-Antilopen, wilde Yaks und tibetische Wildesel. Es ist derzeit Chinas höchstgelegenes Naturschutzgebiet. Die Ökologie dort ist äußerst fragil. Wenn sie einmal geschädigt würde, wäre es unmöglich oder äußerst schwierig, sie wiederherzustellen.

Aus diesem Grund bin ich besonders besorgt über die bedeutungsvolle Aussage von Generalsekretär Xi Jinping in seiner wichtigen Rede über den ökologischen Schutz des tibetischen Hochlandes. Die Aussage von Generalsekretär Xi Jinping, dass „der ökologische Schutz an erster Stelle stehen muss“, stellt eine grundlegende Richtlinie für den guten ökologischen Schutz in Tibet im neuen Zeitalter dar.

In den vergangenen Jahren hat das Autonome Gebiet Tibet am Konzept festgehalten, den ökologischen Schutz zur Priorität zu machen, die Armutsbekämpfung und den ökologischen Schutz miteinander verbunden und das Projekt des „ökologischen Umzugs auf extrem hoher Höhenlage“, das den Menschen in der „Zone ohne Leben“ oberhalb von 5000 Metern auf dem tibetischen Hochland zugutekommen soll, umgesetzt. Im Juni 2018 wurden die Dörfer Jialing Jiadong und Zangqu in der Gemeinde Rongma im Kreis Nyima der Stadt Nagqu von einer durchschnittlichen Höhenlage von 5000 Metern in das Dorf Gachong in der Gemeinde Gurum im Kreis Doilungdêqên der tibetischen Stadt Lhasa umgesiedelt. Im Dezember 2019 wurden die Viehhirten in den Gemeinden Garco, Yagqu und Cozhêdangma im Kreis Shuanghu einheitlich in das Dorf Senburi in der Gemeinde Gangdui im Kreis Gonggar der Stadt Lhoka umgesiedelt. Die Siedlung liegt auf einer durchschnittlichen Höhenlage von 3600 Metern am Nordufer des Flusses Yarlung Zangbo. Die Regierung hat die Wohnungen einheitlich gebaut, die Wasser- und Stromversorgung und andere Infrastruktur verbessert und den umgesiedelten Menschen Arbeitsplätze zur Armutsbekämpfung in den Bereichen Zucht und Verarbeitung, Handel und Logistik, häusliche Dienstleistungen, Immobilienverwaltung und touristische Dienstleistungen verschafft, wodurch die Produktions- und Lebensbedingungen ökologischer Migranten erheblich verbessert und ihr Gefühl der Teilhabe an den Früchten der Entwicklung sowie ihr Glücks- und Sicherheitsgefühl gesteigert wurden. Durch die Umsetzung des Projekts des „ökologischen Umzugs auf extrem hoher Höhenlage“ wurden die beiden Ziele erreicht, die Armut unter den Viehhirten in Nord-Tibet zu überwinden und das nationale Naturreservat Changthang zu schützen.

Wir sollten die Wichtigkeit und Dringlichkeit des ökologischen Schutzes des tibetischen Hochlandes in der Tibet-Arbeit des Landes voll und ganz kennen, die Konzepte „klares Wasser und grüne Berge sind so wertvoll wie Reichtum“ und „den ökologischen Schutz zur Priorität machen“ fest verankern, die Lebewesen und Umwelt des Hochlandes gut schützen und danach streben, das tibetische Hochland zu einer nationalen und sogar internationalen Hochebene der ökologischen Zivilisation aufzubauen.

Der Autor ist Vizedirektor des Tibetologischen Forschungsinstitutes der Zentralen Universität für nationale Minderheiten und ein Tibet unterstützender Beamter der Staatlichen Kommission für Ethnische Angelegenheiten.

Quelle: China Tibet Online

(Redakteur: Daniel Yang)

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