Thema:

Der 11. Panchen Lama: Der beste Weg der Dankbarkeit ist, ein glückliches Leben zu führen

Datum: 15.09.2020, 10:30 Quelle: China Tibet Online

Der Kreis Mêdog in der Stadt Nyingchi des Autonomen Gebiets Tibet war einst wegen der unpraktischen Verkehrsbedingungen eingeschränkt. Heute hat die lokale Bevölkerung durch die Verbesserung der Transportbedingungen, den Teeanbau und die Entwicklung des Tourismus die Armutsüberwindung erreicht und lebt im Wohlstand.

Vor kurzem besuchte der 11. Panchen Lama, der auch als Mitglied des Ständigen Ausschusses des Landeskomitees der Politischen Konsultativkonferenz des Chinesischen Volkes, stellvertretender Vorsitzender der Chinesischen Gesellschaft für Buddhismus und Vorsitzender der Tibet-Niederlassung der Chinesischen Gesellschaft für Buddhismus tätig ist, das Moinba-Dorf Xiga im Kreis Mainling. Vor 17 Jahren konnten die Dorfbewohner des Kreises Mêdog unter den lokalen Bedingungen nicht ernährt werden. Daher zogen sie von ihrem abgelegenen ursprünglichen Wohnort mit unpraktischen Verkehrsbedingungen und einem Mangel an Ressourcen in die Gemeinde Qabnag im Kreis Mailing und bildeten das heutige Moinba-Dorf Xiga.

Der 11. Panchen Lama ging in das Haus des Dorfbewohners Gongsang und sprach mit ihm freundlich: „Wo haben Sie früher gelebt? Wie viel hat es gekostet, das Haus einzurichten? In welcher Klasse sind die Kinder? Wie viel verdient die Familie? Haben Sie irgendwelche Fähigkeiten gelernt?“

Als der 11. Panchen Lama hörte, dass die Familie Gongsang Fertigkeiten erlernt hat, einen Radlader gekauft hat, in ein neues Haus gezogen ist und drei Kinder in der Schule sind, war er erfreut und sagte: „Die Menschen führen ein glückliches Leben. Deswegen müssen sie dankbar sein, und der beste Weg, dankbar zu sein, ist, in diesem Leben glücklich zu sein.“

Als er die drei süßen Kinder der Familie Gongsang sah, sagte der 11. Panchen Lama mit Besorgnis: „Wir müssen dafür sorgen, dass die Kinder in gute Schulen gehen und sich Wissen aneignen. Nur so können sie mehr Chanen bekommen. Gleichzeitig sollen die Kinder die Gewohnheit entwickeln, besonders belastbar zu sein, damit sie ihre Heimat besser aufbauen können, wenn sie erwachsen sind.“

Der 11. Panchen Lama besuchte auch die Produktion von ethnischen Kunsthandwerkern. In der Erlebniszone für die Herstellung des tibetischen Papiers beobachtete der 11. Panchen Lama den Prozess der Herstellung mit großem Interesse. Nachdem er erfahren hatte, dass die Fabrik des tibetischen Papiers heutzutage jedes Jahr 50.000 Yuan an Dividenden für das Dorfkollektiv auszahlt und acht arme Haushalte ihr Jahreseinkommen um mehr als 3000 Yuan erhöhen konnten, sagte der 11. Panchen Lama zu der Person, die für die Erlebniszone zuständig ist: „Ich freue mich, so viele junge Menschen hier arbeiten zu sehen. Es kommt darauf an, die gute Politik der Partei und des Landes und die eigenen Vorteile voll auszuschöpfen und das einzigartige ethnische Handwerk gut zu entwickeln.“

Der 11. Panchen Lama besuchte auch das Demu-Kloster im Bezirk Bayi und das Qabnag-Kloster im Kreis Mainling, um buddhistische Aktivitäten durchzuführen. Das im 13. Jahrhundert erbaute Demu-Kloster ist ein wichtiges kulturelles Symbol in der Geschichte Tibets. Durch die harte Arbeit des Rinpoche Beidemu ist das Demu-Kloster allmählich zu einem einflussreichen Kloster in der Grenzzone von Gongbo und Bomê geworden. Nach zweimaligem Wiederaufbau und mehr als 600 Jahren der Entwicklung hat das Kloster einen tiefgreifenden Einfluss auf die Sitten und Gebräuche in den Regionen Demunangou, Demubeigou, Lulang und Mirui ausgeübt.

Der 11. Panchen Lama sagte, dass die Nyingchi-Reise ein guter Lernprozess sei. Sie habe Ideen inspiriert, um den tibetischen Buddhismus in Zukunft besser in Richtung der Sinisierung zu führen, den tibetischen Buddhismus besser in die Lage zu versetzen, eine aktive Rolle in der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung Chinas zu spielen, und die eigenen Fähigkeiten und Standards in allen Aspekten weiter zu verbessern.

Quelle: China Tibet Online

(Redakteur: Daniel Yang)

MeistgelesenMehr>>

Geschichte TibetsMehr>>

U020200909347946461035.jpg
12345