Thema:

Qinghai: Reichwerden durch „Zuoma“

Datum: 01.11.2018, 10:52 Quelle: China Tibet Online

Ein Rindslederseil und ein Strauß Zweige - „Zuoma“ zeigt in den Händen von Gyalya wieder Lebenskraft.

Bei „Zuoma“ handelt es sich um Gebrauchsgegenstände, die aus der Pflanze „Zou“ (eine tibetische Transkription) und Rindslederseilen geflochten sind. Mit diesem Material kann man Gebrauchs- und Produktionsgegenstände wie Schüsseln, Teller, Körbe und Stäbe herstellen, die feuchtigkeitsbeständig, geruchtilgend, wasserdicht und fäulnishemmend sind.

Der fast 40 Jahre alte Gyalya kommt aus dem Kreis Nangqên im Autonomen Bezirk Yushu der Tibeter der Provinz Qinghai. „‚Zuoma‘ wird von Generation zu Generation weitergegeben und ist bereits fast 150 Jahre in meiner Familie überliefert worden.“

Mit der gesellschaftlichen Entwicklung führt die Verwendung der modernen Gebrauchsartikel dazu, dass immer weniger „Zuoma“ benutzt werden. Trotzdem verzichtet Gyalya nicht auf „Zuoma“. Angesichts des Zeit- und Weltwandels hat Gyalya sechs Jahre aufgewendet, schließlich seinen Blick auf den Markt geworfen und ist einen Weg des „Reichwerdens“ gegangen, der seiner eigenen Entwicklung entspricht.
„In der Generation meines Vaters gab es nur vier bis fünf Formen aus  ‚Zuoma‘. Bis jetzt habe ich mehr als zehn Formen geschaffen“, so Gyalya. „Zouma“ kann sowohl als Behälter für verschiedene Lebensmittel wie Hochlandgerste, Fleisch und Teigwaren dienen als auch zu schlichten und schönen Kunsthandwerken gemacht werden.

2015 gründete Gyalya mit der Unterstützung der lokalen Regierung die Nangqên Duokang GmbH für Zuoma-Produktion. Es handelt sich um Chinas einzige Firma, die extra die traditionellen tibetischen Kunsthandwerke aus Zuoma herstellt. Die Produkte werden hauptsächlich auf dem ganzen Markt der tibetischen Regionen verkauft.

In der normalen, einfachen Werkstätte in der Familie Gyalya flicht Gyalyas Frau Qoiying Como einen Obstteller. Die Tochter Sonam Como bürstet daneben jeden Zweig sorgsam und legt die Zweige neben ihre Mutter. Die Fertigkeit des „Zuoma“-Flechtens ist bereits in die Liste des immateriellen Kulturerbes der Provinzebene Qinghai aufgenommen worden.

„Die Waren haben eine gute Qualität. Der Umsatz ist kein Problem. Nun haben wir 13 Leute, die zusammenarbeiten, und auch einige Lehrlinge aus armen Familien aufgenommen.“ Laut Gyalya können jetzt die Mitarbeiter einen Monatslohn von 2000 bis 4500 Yuan bekommen.

Quelle: chinanews.com

(Redakteur: Daniel Yang)

MeistgelesenMehr>>

Geschichte TibetsMehr>>

1111.gif W020181024332459512367.jpg
12345