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Weg der industriellen Armutsbekämpfung durch das Programm des immateriellen Kulturerbes „Thangka“

Datum: 11.06.2019, 09:28 Quelle: China Tibet Online

Der Kreis Tongren im Autonomen Bezirk Huangnan der Tibeter in der Provinz Qinghai, die als „Heimat der tibetischen Malerei“ bezeichnet wird, befindet sich im Grenzgebiet des tibetischen Hochlands und des Lössplateaus. Die Landformen sind kompliziert. Es gibt viele Täler und Kluften. Die spezielle regionale Umwelt macht den Kreis Tongren abgeschlossen und rückständig. Es handelt sich um eines der 15 sehr armen Gebiete der Provinz Qinghai.

Um zu erreichen, dass die armen Familien langfristig und nachhaltig aus der Armut geholt werden, führt die Provinz Qinghai für die 130.000 armen Familien aus 42 armen Kreisen, die arbeitsfähig sind und den Willen zur Produktionsentwicklung haben, den Aktionsplan der Armutsbekämpfung durch die industrielle Entwicklung durch. Die Industrien umfassen die spezielle Kultur, den Handel, die Dienstleistungen, den Agrotourismus, die Verarbeitung der landwirtschaftlichen und tierischen Erzeugnisse sowie die einzigartige Plantage und Viehzucht.\

Der 22 Jahre alte Rinchen Tseringgya lernt seit vier Jahren im Regong Longshu-Malgarten im Kreis Tongren. „Als Wanderarbeiter verdient mein Vater jeden Monat nur 1800 Yuan, die den Lebensunterhalt der ganzen Familie nicht abdecken können. Nach dem Abschluss der Grundschule habe ich wegen der Armut der Familie die Schule unterbrochen.“ Mittlerweile bekommt Rinchen Tseringgya jedes Jahr ein Einkommen von über 20.000 Yuan. Die Lebensbedingungen seiner Familie haben sich auch verbessert.

Der von den berühmten Thangka-Künstler-Brüdern Tashi Jiancog und Qudup gegründete Regong Longshu-Malgarten ist eine wichtige Verbreitungsinstitution, in der die Thangka-Künstler konzentriert ausgebildet werden. Laut der Mitarbeiterin Rinchen Drolma lernen mehr als 160 Schüler langfristig im Malgarten das Thangka-Malen, darunter zehn aus den armen Familien. „Bei der Aufnahme der Schüler will der Regong Longshu-Malgarten lieber den Kindern aus armen Familien eine Lernchance anbieten. Das Lernen, das Essen und das Wohnen im Malgarten sind kostenlos. Die Gebühren für die Heimkehr der Schüler bezahlt auch der Malgarten.“

Der Journalist hat in der „Werkstatt zur Armutsbekämpfung“ im Regong Longshu-Malgarten die 18-jährige Schülerin Caizang Drolma, die das Thangka-Malen lernt, kennengelernt. Laut ihr lernen sie und ihre ältere Schwester durch den Einfluss ihres Vaters seit der Kindheit das Thangka-Malen. Das Einkommen ihrer Familie hat sich deswegen stark erhöht. „Ein langes Thangka-Werk, das mein Vater innerhalb von zwei Jahren geschaffen hat, wurde zum Preis von 700.000 Yuan verkauft.“

Der Direktor des Amtes für Armutsbekämpfung und Erschließung des Kreises Tongren, Wu Wanying, erzählt, aufgrund der Regong-Kultur entwickele der Kreis Tongren den Weg der Armutsbekämpfung durch die kulturelle Industrie. Nach einem dreijährigen Kampf gegen die Armut sei die Armutsrate des Kreises von 20 Prozent auf 4,3 Prozent gesunken. Tongren bemühe sich darum, das Ziel zu erreichen, bis 2020 insgesamt 2000 arme Menschen auszubilden und ganze Familien aus der Armut zu holen, selbst wenn jeweils nur ein Angehöriger die Technik lernt.

Quelle: chinanews.com

(Redakteur: Daniel Yang)

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