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Verbreiterin des immateriellen Kulturerbes in der Heimat der tibetischen Stickerei in Qinghai

Datum: 11.07.2019, 08:49 Quelle: China Tibet Online

Dorjetso wurde im Kreis Guinan im Autonomen Bezirk Hainan der Tibeter der Provinz Qinghai geboren. Die tibetische Stickerei hier blickt auf eine lange Geschichte zurück, und es gibt reiche Ressourcen von Handwerkern. Seit jeher wird der Kreis als die „Heimat der tibetischen Stickerei“ bezeichnet. 2012 wurde die „tibetische Stickerei Guinan“ in die Liste des immateriellen Kulturerbes auf Provinzebene von Qinghai aufgenommen. Dorjetso ist die einzige Verbreiterin auf Provinzebene im ganzen Kreis.

Im Alter von elf Jahren begann sie, von ihrer Mutter die Techniken der Stickerei zu lernen. Sie entwirft gerne selbst die Muster. In verschiedenen Farben lässt sie an den Ärmelstulpen und am Kragen oft einige spezielle Blüten „wachsen“. Mittlerweile gehen viele Mädchen in den umgebenden Dörfern zu ihr und bitten sie darum, einen Gürtel oder ein Paar Schuhe zu besticken. Je mehr sie stickt, desto mehr mag sie es.

Von den Mustern als Zubehör zu den vollständigen einzelnen Tier- und Menschfiguren hat Dorjetso 37 Jahre gestickt. Ihrer Meinung nach benötigen die Kunsthandwerker der tibetischen Stickerei hauptsächlich Beharrlichkeit und Geduld.

Mittlerweile sitzt sie jeden Tag nach dem Frühstück vor dem Stickrahmen und arbeitet bis 1 Uhr in der Nacht, solange sie an dem Tag keinen Unterricht geben muss. „Das Sticken der Buddha-Figuren dauert am längsten.“ Ein Porträt von Ratnasambhava muss sie mehr als ein halbes Jahr sticken.

2005 wurde Dorjetso als Technikerin eingestellt und lehrt seitdem in der Schule die Techniken der tibetischen Stickerei. Wo immer sie hingeht, sie lehrt den Dorfeinwohnern die tibetische Stickerei.

Nun beschäftigt sich jede Familie in der Heimat von Dorjetso, dem Dorf Guorenduo in der Gemeinde Shagou im Kreis Guinan, mit der tibetischen Stickerei. „In der Freizeit im Winter zwirnen die Männer, und die Frauen sticken am Stickrahmen.“ Sie lächelt und sagt: „Zuerst malt man auf dem weißen Papier und färbt die Muster. Danach klebt man den Entwurf an den Stoff und befestigt ihn im Stickrahmen. Dann kann man nach den Umrissen sticken. Wir nehmen Bestellungen auf, nehmen an Wettbewerben und Ausstellungen teil und sammeln auch.“

Informationen zufolge führt der Kreis Guinan seit den vergangenen Jahren das Modell „Unternehmen + Bauern“ durch und ermutigt die Bauern, sich mit der Produktion der tibetischen Stickerei zu beschäftigen, um die Beschäftigung in der Nähe zu erreichen. Zurzeit beschäftigen sich mehr als 3000 Menschen im ganzen Kreis mit der Industrie der tibetischen Stickerei. Das Pro-Kopf-Jahreseinkommen beträgt mehr als 8000 Yuan.

Quelle: Chinanews.com

(Redakteur: Daniel Yang)

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