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Schwarzes Land wird erneut von Grün bedeckt und Nomaden kehren zur Steppe zurück

Datum: 15.09.2020, 09:14 Quelle: China Tibet Online

“Vor über zehn Jahren gab es in meiner Familie über 200 Yaks. Die Fläche der Sommer- und Winterweiden belief sich auf insgesamt 2000 bis 3000 Mu (rund 133 bis 200 Hektar), aber infolge der Steppe-Degeneration wuchs überall das Gras nur schlecht und es konnte die Rinder keinesfalls nähren“, sagte Duozhi dem Reporter.

Duozhi ist ein Bewohner des Dorfes Zhique im Kreis Darlêg des Autonomen Bezirks Golog der Tibeter in der Provinz Qinghai. In den letzten Jahren musste er, der einst vom Viehhüten gelebt hatte, aufgrund der schweren Degeneration der Wiesen die mehr als 200 Yaks seines Zuhauses verkaufen. Danach ist seine ganze Familie in die Kreisstadt gezogen, wo sie angefangen haben, durchs Jobben zu überleben.

Es heißt, die gesamte Fläche der Wiesen des Kreises Darlêg belaufe sich auf 22,2703 Millionen Mu (rund 1,51 Millionen Hektar) und diese Wiesen seien ein wichtiges Wasserspeicherareal der Quelle des Gelben Flusses. Jedoch degenerieren diese Wiesen seit vielen Jahren wegen der Überweidung, des Klimawandels usw. stark, was zu Flecken freigelegten Landes führte. Überdies breitete dies wie eine Infektionskrankheit aus. Die Folge war, dass die Fläche der degenerierten Steppe des Bodens schwarzer Erde 11,8932 Millionen Mu (792.880 Hektar) betrug und die Wiesen Rindern sowie Schafen nicht mehr ausreichend Gras bieten konnten. Am Ende wurden die Nomaden gezwungen, ihre Heimat zu verlassen.

Um die damaligen Missstände zu verbessern, hat der Staat die Phase 1 des Projekts Ökoschutz und -aufbau von Sanjiangyuan gestartet.

“Um die Vitalität der Steppe in Darlêg wiederherzustellen, betreiben wir seit vielen Jahren die Umwandlung der Weideflächen in Steppe, die künstliche Grasanpflanzung und die künstliche Rattendezimierung.“ Luorigai, Direktor der Steppe-Station des Amtes der natürlichen Ressourcen des Kreises Darlêg, sagte: „Schauen Sie, das ist das Gras, das wir dieses Jahr angepflanzt haben. Es ist schon so groß gewachsen.“

Seit Luorigai vor 40 Jahren mit der Arbeit angefangen hat, führt er seine Kollegen an über 200 Tagen des Jahres nach draußen, um Feldarbeit zu machen. Sie haben sich an der Anpflanzung künstlicher Wiesen mit einer Fläche von mehr als 2,5 Millionen Mu (rund 166.666 Hektar) beteiligt, auf einer Fläche von über 15 Millionen Mu (1 Million Hektar) Ratten vernichtet und das Projekt Umzäunung für über 6000 Haushalte durchgeführt.

Es heißt, der Kreis Darlêg habe insgesamt rund 610 Millionen Yuan (etwa 75,5 Millionen Euro) investiert, seit er mit der Durchführung der Umweltschutzprojekte wie der ersten sowie zweiten Phase des Schutzes sowie des Aufbaus der Umwelt von Sanjiangyuan, der Umwandlung des Nomadengebiets in Steppe, Hängen schwarzer Erde, der ökologischen Restauration usw. angefangen habe. Damit wurde Land schwarzer Erde mit einer Fläche von 1,2246 Millionen Mu (81.640 Hektar) und Hänge schwarzer Erde mit einer Fläche von 75.000 Mu (5000 Hektar) bearbeitet. Dadurch ist der Anteil des Landes, das von Gras bedeckt wird, des Kreises von 46,7 auf 57,28 % erhöht worden. Die Ernte natürlichen, frischen Grases auf jedem Mu (ca. 0,07 Hektar) ist von 115 vorher auf 150 Kilo jetzt gestiegen und die künstlichen, frischen Grases von einigen Kilo vorher auf 790 Kilo.

Durch die Bemühungen des Amtes Forst und Steppe des Kreises ist die heutige Steppe dort erneut von Grün bedeckt und die Vitalität der Steppe ist wiederhergestellt worden. Darüber freuen sich die Nomaden vom Herzen und sind nach und nach auf den Boden zurückgekehrt, wo sie seit Generationen leben.

“Ich habe vor, Rinder und Schafe zu erwerben und erneut mit dem Viehherumtreiben anzufangen. Wieder in der Steppe zu leben, ist mein größter Wunsch seit vielen Jahren“, sagte Duozhi tief ergriffen, während er auf die Steppe schaute, nach der er sich lange Zeit gesehnt hatte.

(Redakteur: Daniel Yang)

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