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Chinas Verwaltungsrechte auf Angelegenheiten des Tibetischen Buddhismus sind nicht anfechtbar

Datum: 18.02.2020, 10:48 Quelle: China Tibet Online

Neulich hat das US-Repräsentantenhaus das Gesetzesvorhaben zur Tibet-Politik und Unterstützung Tibets verabschiedet. Das Vorhaben zielt in erster Linie darauf ab, sich in die Angelegenheiten des Tibetischen Buddhismus Tibets und der tibetischen Regionen der vier Provinzen Chinas einzumischen, insbesondere das Verwaltungsrecht auf die Reinkarnation des Rinpoche des Tibetischen Buddhismus durch die chinesische Zentralregierung. Es ist allgemein bekannt, dass das Gebiet Tibet in der Yuan-Dynastie bereits offiziell der Verwaltung der chinesischen Zentralregierung unterstellt war. Seitdem verwaltet die Zentralregierung durchgehend die Angelegenheiten des Tibetischen Buddhismus. Das „kaiserlich bestimmte Statut zur Nachbesserung der Tibet-Angelegenheiten“ im Jahr 1793 hat autoritäre Regeln zum Reinkarnationsprozess der großen Rinpoches einschließlich des Dalai-Lama und des Panchen-Lama festgelegt. Heute ignoriert das US-Repräsentantenhaus die historischen Traditionen und religiösen Kulte des Tibetischen Buddhismus und mischt sich zwanghaft in die Angelegenheiten des Tibetischen Buddhismus Chinas ein. Dies zeigt den Hintergedanken mancher Politiker der USA und bildet mit Sicherheit eine weitere gravierende Herausforderung für die Beziehungen zwischen China und den USA.

Die gesetzmäßige Verwaltung der Angelegenheiten der Reinkarnation des Rinpoche des Tibetischen Buddhismus durch die chinesische Regierung entspricht internationalen Vorschriften. Das Gesetzesvorhaben der USA besagt fälschlicherweise, dass die Vorherrschaft bei der Reinkarnation der Rinpoches des Tibetischen Buddhismus einschließlich des 14. Dalai-Lama den Gläubigen des Tibetischen Buddhismus gehöre und die chinesische Regierung kein Recht habe hier einzugreifen. Dies gleicht einer eklatanten Verachtung des gegenwärtigen Systems des Völkerrechts und der Grundnormen der internationalen Beziehungen. Wir wissen alle, dass der Kernbegriff der zeitgenössischen internationalen Beziehungen die Souveränität ist. Und die Entstehung des Souveränitätsprinzips und die Verwaltung religiöser Angelegenheiten ergänzen und unterstützen sich wesentlich.Die Reformation im modernen Europa begründete das Prinzip, dass die Religion vom Staat abhängt. Das bedeutet, dass jedes Land das Recht hat, seinen eigenen religiösen Glauben zu wählen und seine eigenen religiösen Angelegenheiten unabhängig zu führen, in die sich die Kirche nicht einmischen darf.

Das ist der ursprüngliche Inhalt des Souveränitätsprinzips. Auf der Basis dessen sind das derzeitige, komplexe, internationale System entstanden. Heutzutage gibt es kaum ein Land, welches die religiösen Angelegenheiten des Staates nicht verwaltet. Da sind die USA auch keine Ausnahme. Zur Förderung der Entwicklung und der Stabilität Tibets sowie der Wahrung der Interessen der Einwohner diverser Ethnien hat die chinesische Regierung je nach der realen Lage des eigenen Staates und den tatsächlichen Verhältnissen des Autonomen Gebiets Tibet Gesetze und Vorschriften zur Verwaltung der Angelegenheiten des Tibetischen Buddhismus einschließlich der Rinpoche-Reinkarnation erarbeitet, was den internationalen Normen und Gepflogenheiten völlig entspricht.

Die Einmischung einerhandvoll US-amerikanischer Politiker in die tibetisch-buddhistischen Angelegenheiten basiert im Wesentlichen auf politischen Erwägungen und nicht auf der Religionsfreiheit. Seit 1959 ist der 14. Dalai-Lama immer die „große Flagge“ der separatistischen Aktivitäten der Tibeter. Außerdem ist er das Kerninstrument, mit dem die tibetischen Separatisten und die anti-chinesischen Kräfte des Westens sowie der USA die öffentliche Meinung beeinflussen und internationale Unterstützung erlangen. Seit einigen Jahren ist der 14. Dalai-Lama bereits im gehobenen Alter. Somit werden die tibetischen Separatisten und die antichinesischen Kräfte des Westens sowie der USA hinsichtlich des Verlusts dieser „großen Flagge“ zunehmend besorgter.

Seit 2015 hat der US-Kongress wiederholt Anträge oder Resolutionen vorgebracht und mischt sich damit in die Rinpoche-Reinkarnation des Tibetischen Buddhismus ein. Das diesmal vom Repräsentantenhaus verabschiedete Gesetzesvorhaben zur Tibet-Politik und Unterstützung Tibets kann als Verkörperung der seit einigen Jahren anhaltenden Einmischung in die Angelegenheiten der Rinpoche-Reinkarnation durch den US-Kongress gesehen werden. Es zeigt nicht nur systematisch die Position der USA zu diesem Thema, sondern droht auch mit sogenannten Sanktionsmaßnahmen. Im Wesentlichen erhalten sie die geistige Autorität der separatistischen Aktivitäten der Tibeter in der Zukunft aufrecht und schaffen die Bedingungen für das langfristige Bestehen der separatistischen Kräfte, indem sie das Verwaltungsrecht auf den Tibetischen Buddhismus der Zentralregierung abstreiten. Aus dieser Sicht ist die sogenannte Religionsfreiheit nur ein Deckmantel mancher amerikanischer Politiker. Im Grunde genommen spiegelt dies ihre Besorgnis über den Aufstieg Chinas wider.

Die Verabschiedung des Gesetzesvorhabens schadet sehr den amerikanisch-chinesischen Beziehungen. Vor dem heutigen Hintergrund, dass die Interessen aller Länder der Welt tief ineinander verflochten sind und die menschliche Gesellschaft zu einer Gemeinschaft gemeinsamen Schicksals wird, gehören die Beziehungen zwischen den USA und China schon zu den wichtigsten bilateralen Beziehungen der Welt. Vor nicht allzu langer Zeit haben China und die Vereinigten Staaten eine Einigung über Wirtschafts- und Handelsfragen der ersten Phase erzielt, die der Gesamtentwicklung der Welt große positive Energie verlieh. Wenn die Vereinigten Staaten weiterhin Maßnahmen ergreifen, welche China in Fragen wie der Souveränität und der territorialen Integrität Tibets nicht förderlich sind, wird dies zwangsläufig das strategische gegenseitige Vertrauen zwischen China und den USA untergraben, die chinesisch-amerikanischen Beziehungen ernsthaft beeinträchtigen, den Entwicklungstrend der Win-Win-Zusammenarbeit zwischen beiden Ländern und dadurch gemeinsame Interessen der zwei Nationen gefährden.

Quelle: Tibet.cn

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