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Erfolge der Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung in Tibet

Datum: 16.09.2020, 09:41 Quelle: China Tibet Online

Auf der 7. Konferenz des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas zur Tibet-Arbeit, die vom 28. bis zum 29. August stattfand, stellte Generalsekretär Xi Jinping die „zehn Notwendigkeiten“ der Strategie der Partei für das Regieren über Tibet im neuen Zeitalter vor. Unter ihnen „muss man die Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung und die Gewinnung der Unterstützung des Volkes als Ausgangspunkt und Ziel der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung nehmen“, was die herrschende Philosophie und Bestrebungen der Regierung, wonach das Streben des Volkes nach einem besseren Leben als Ziel des Kampfes betrachtet wird, widerspiegelt.

Vor den 1950er Jahren gab es in Tibet überhaupt keine Entwicklung der Lebensbedingungen. Laut Statistik verfügte Tibet vor den demokratischen Reformen von 1959 über zirka 220.000 Hektar Boden, von denen 219.333 Hektar oder 99,7 Prozent im Besitz von Beamten, Adligen, Klöstern und Mönchen der Oberschicht waren. Millionen von Leibeigenen hatten keine persönliche Freiheit, waren fest an das von den drei Herren kontrollierte Land gebunden, litten unter grausamer Herrschaft und Ausbeutung und hatten ein Leben ohne Kleidung und Nahrung. Mehr als 90 Prozent der Leibeigenen waren gezwungen, verschiedene Arten von Wucherdarlehen aufzunehmen.

Nach der friedlichen Befreiung Tibets ist die Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung immer ein Schwerpunkt der Tibet-Arbeit. 2018 betrug das jährliche verfügbare Pro-Kopf-Einkommen des gesamten Autonomen Gebiets Tibet 17.286 Yuan, was einem Anstieg von 11,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Viele Bereiche, die mit den Lebensbedingungen der Bevölkerung zu tun haben, sind drastischen Veränderungen unterworfen.

Erstens wurden bei der Entwicklung des Bildungswesens historische Errungenschaften erzielt. Um mehr Kindern der Bauern und Viehhirten den Schulbesuch zu ermöglichen, hat der Staat eine Reihe spezieller Maßnahmen ergriffen, wie die Einführung eines Internatssystems in allen Grund- und Mittelschulen, wobei der Staat Lebensmittel, Kleidung und Unterkunft zur Verfügung stellt und den „Drei-Garantien“-Standard ständig erhöht. Tibet-Klassen sind in Provinzen und Städten im chinesischen Inland eröffnet worden, und jedes Jahr wird eine Gruppe tibetischer Grundschulabsolventen und anderer Minderheiten aus dem Autonomen Gebiet Tibet zum Lernen ins chinesische Inland entsendet.

Das Finanzamt des Autonomen Gebiets Tibet hat auch Sonderfonds eingerichtet, um Kindern von Bauern und Viehhirten, Kindern aus städtischen vom Existenzminimum lebenden Familien und Kindern aus bedürftigen Familien in Unternehmen aus dem Autonomen Gebiet Tibet eine kostenlose sekundäre Berufsausbildung zu ermöglichen, sofern sie in sekundären Berufsschulen in Tibet eingeschrieben sind. Gegenwärtig hat sich ein relativ vollständiges modernes Bildungsangebot herausgebildet, das Vorschul-, Grund-, Berufs-, Hochschul-, Fort- und Sonderschulbildung umfasst. Das Recht aller ethnischen Gruppen in Tibet auf Bildung ist vollständig gewährleistet.

Zweitens sind die medizinischen und gesundheitlichen Dienstleistungen stark entwickelt worden. Einerseits wurde ein grundlegendes medizinisches Absicherungssystem für alle Bauern und Viehhirten eingerichtet. Gleichzeitig wurde das System der medizinischen und gesundheitlichen Versorgung an der Basis kontinuierlich verbessert. Mit Stand von 2018 gab es im Autonomen Gebiet Tibet 1547 verschiedene medizinische und gesundheitliche Einrichtungen auf allen Ebenen, 24 Mal mehr als vor den demokratischen Reformen. Daneben werden die Prävention und Kontrolle von Krankheiten sowie die Gesundheitsversorgung von Frauen und Kindern kontinuierlich gefördert. Schließlich wurde der Aufbau von Gesundheitspersonal in den ländlichen Gebieten verstärkt und die Qualität des Gesundheitspersonals verbessert.

Darüber hinaus hat das Autonome Gebiet Tibet vorläufig ein System für soziale Absicherung und Hilfe in den städtischen und ländlichen Gebieten eingerichtet. Mittlerweile ist in Tibet im Wesentlichen ein System für soziale Absicherung und Hilfe eingerichtet worden, das hauptsächlich aus drei Formen besteht, nämlich einem System des Existenzminimums für städtische und ländliche Bewohner, einem System zur Unterstützung von Haushalten mit fünf Garantien (für Nahrung, Kleidung, Gesundheit, Wohnen und Bestattung) und einem System der medizinischen Hilfe für extrem arme Menschen in den städtischen und ländlichen Gebieten.

Von Ende 2015 bis Ende 2019 wurde die Zahl der in Armut lebenden Menschen im Autonomen Gebiet Tibet von 628.000 auf Null reduziert und die Armutsinzidenz von 25,32 Prozent auf Null gesenkt. Im Dezember 2019 wurden alle 74 Kreise (Bezirke) aus der Armut geholt und das Autonome Gebiet Tibet hat die Armut überwunden. Während der wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Entwicklung sowie der Verbesserung der Lebensbedingungen der Bevölkerung ist die Entwicklung Tibets in eine Phase der Qualitätsverbesserung eingetreten.

(Die Autorin ist Forscherin des Institutes für Ethnologie und Anthropologie der Chinesischen Akademie der Sozialwissenschaften)

(Redakteur: Daniel Yang)

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