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【Geschichte aus Nord-Tibet】Energieprinzip mit drei Wörtern „Himmel, Erde, Wind“

Datum: 26.02.2021, 08:39 Quelle: China Tibet Online

Seit Jahrtausenden essen die Menschen auf dem Hochplateau Rind- und Lammfleisch. Überdies verbrennen sie die Ausscheidungen von Rindern und Schaffen. Des Weiteren zünden sie Butterlichter an. „Energie“ ist hier nur ein leerer, vager Begriff, während dies heutzutage völlig anders geworden ist.

Seit die Straße Qinghai-Tibet in den 50er Jahren des 20. Jahrhunderts für den Verkehr freigegeben worden ist, ist es auf dem Hochplateau in Nordtibet belebt geworden ist, aber der „Energiemangel“ plagt. Früher dröhnten die Diesel-Generatoren in allen Kreisen und Einrichtungen der Stadt Nagqu, wenn die Nacht begann. Dies wurde zu einer Besonderheit der stillen Steppe. Öl, Kohle und Brennholz sind auf dem Hochplateau in Tibet schwer zu ergattern und die Kuhfladen werden Tag für Tag teurer.

Nach dem Beginn des 21. Jahrhunderts haben wir das Hochplateau in Nordtibet erneut besucht, vor allem die vier Kreise Bange, Shuanghu, Nyima und Shenzha in Nordtibet besucht und zu unserem Erstaunen festgestellt, dass hier erneuerbare Energien mit allen Kräften erschlossen werden.
Auf dem Plateau Nordtibets sind überall in den Städten solare Straßenlaternen, Solarheizungsgebäude und Heizhäuser zu sehen. Reihen von Solarwarmwasserbereitern stehen diagonal auf den Dächern. Oft sind sogar Hirtenhäuser zu sehen. Sonnenkollektoren und Solaröfen davor von Fenstern, Dächern und Innenhöfen.

Tibet ist ein Ort, der weltweit reich an Sonnenenergie ist, nach der Sahara-Wüste in Afrika, die das ganze Jahr über heiß ist und weltweit an zweiter Stelle steht. In Lhasa entspricht die Sonnenstrahlungswärme, die in einer Stunde pro Quadratmeter Land empfangen wird, der Wärme, die durch einstündiges Einschalten eines 1-Kilowatt-Elektroofens abgegeben wird. Das Nordtibet-Plateau ist das „Dach des Daches“ der Welt. Seine Sonnenscheindauer ist länger und die Sonneneinstrahlung stärker. Die Strahlungswärme der Sonne übersteigt die von Lhasa, die als „Sonnenscheinstadt“ bekannt ist.

Die Menschen in Nordtibet nutzen nicht nur Sonnenenergie und kochendes Wasser zum Kochen, sondern auch Gewächshauspflanzungen und Innenheizungen. Nachdem die Pioniere in Westtibet Sonnenenergie für die Gemüseproduktion genutzt haben, machen sie sich keine Sorgen mehr darüber, dass sie kein frisches Gemüse essen können, und sie können im Winter sogar ihr eigenes frisches Gemüse essen.

Es gibt eine Sonne am Himmel und ein heißes Feld unter der Erde. In den 1980er Jahren wurde in einem geothermischen Gewächshaus in der Großgemeinde Nagqu erstmals eine Vielzahl von frischem Gemüse angebaut. Die beiden geothermischen Gewächshäuser mit einer Gesamtfläche von 1800 Quadratmetern können aufgrund der geothermischen Heizungsleitungen, die um das Gewächshaus und am Himmel gebaut wurden, die Temperatur des Gewächshauses nachts auch bei starker Kälte über 8 Grad Celsius halten minus 30 Grad Celsius im Winter, was für ein gutes Wachstum bei Gemüse sorgt.

Die Sonderverwaltungszone (nun schon zum Kreis Shuanghu umbekannt) nutzt ihre zahlreichen Erdwärme-Ressourcen und baut eine Thermalbadanstalt der Gemeinde Duoma, um Krankheiten wie Hauterkrankungen, Gelenkentzündungen, Rheuma usw. zu behandeln.

Das Nordtibet-Plateau ist eine der windigsten Regionen Chinas mit einer Windenergiedichte von 150 bis 200 Watt pro Quadratmeter und extrem reichen Windenergieressourcen. Für den Landkreis Shuanghu gibt es mehr als zweihundert windige Tage im Jahr.

Seit der Staat 1984 in die Entwicklung dieser Energiequellen investiert hat, hat die ursprüngliche regionale Windenergie-Versuchsstation Nagqu 287 100-Watt-Windkraftanlagen installiert, die in 11 Landkreisen (Standorten) in Nagqu verteilt sind.

1988 bin ich zusammen mit Technikern, die Windkraftanlagen reparieren sollten, zur Gemeinde Cuoga gekommen und haben abends beim Schmied Rima der Gemeinde übernachtet.

Hinter dem Zuhause von Rima stand eine Eisenstange, die fünf bis sechs Meter hoch war. Die Blätter drehten sich mit dem Wind. Dies war eine kleine Windkraftanlage, die bei den Nomaden sehr beliebt war. Ihr gesamtes Gewicht betrug 75 Kilo. Der Strom, den sie erzeugte, konnte gespeichert werden. Daher passte sie sehr zu Familien. Wenn sie zerlegt wird, können ihre Teile mit einem Yak getragen werden.

Für die Nomaden, die vereinzelt wohnen und sehr mobil sind, ist es praktisch, mit Wind- und Solarenergie im Vergleich mit anderen Energien Strom zu erzeugen.

Das Energieprinzip mit drei Wörtern “Himmel, Erde und Wind” in Nordtibet sorgen dafür, dass sich die Nomaden schon von Butterlichtern, die ihre Vorfahren genutzt haben, verabschiedet haben und Fernseher, Kühlschränke sowie Handys nutzen können. Des Weiteren werden das Tsampa-Mahlen, das Butter-Schlagen usw. mechanisiert, so dass sie ein modernes, neues Leben führen können.

(Redakteur: Daniel Yang)

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