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China kann Sojabohnenimporte 2018 um über 10 Millionen Tonnen reduzieren

Datum: 07.08.2018, 16:20 Quelle: (German.china.org.cn)

  

  Wie Experten sagten, kann China seine Sojabohnenimporte innerhalb dieses Jahres um mehr als 10 Millionen Tonnen reduzieren.

  Die niedrigeren Importe können durch die Popularisierung von proteinarmem Futter, die Erhöhung der Importe von Sojaschrot-Ersatzprodukten und die Förderung der heimischen Produktion realisiert werden. Zusätzlich lässt die Nachfrage nach Sojabohnen aus der chinesischen Viehzucht-Industrie nach. Gegenwärtig fördert China die Anwendung von proteinarmen Futtermitteln bei der Aufzucht von Schweinen und Hühnern. Forschungen von Yin Yulong von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften zeigen, dass die Produktion von Schweinefleisch und die Qualität nicht von einem niedrigeren Anteil an Proteinen bei der Viehfütterung beeinträchtigt werden, so lange vier spezifische Aminosäuren in unterschiedlichen Stadien des Aufwachsen der Tiere beigemengt werden.

  Zhang Haitao ist bei der Firma „Guangdong Evergreen Feed Industry Co. Ltd.“ verantwortlich für den Bereich Technologie. Er sagte, China habe ausreichende Kapazitäten für die Produktion von Aminosäuren. Die Verwendung von proteinarmem Futtermitteln könnte die Nachfrage des Landes nach Sojaschrot um 5 bis 7 Prozent reduzieren, was etwa 5 Millionen Tonnen Sojabohnen entspricht. Als Resultat sei es "durchführbar und nachhaltig", den Verbrauch von Sojabohnen in China durch den Einsatz von proteinarmem Futter zu senken, sagte Zhang.

  Sojaschrot ist nicht die einzige Quelle von Proteinen bei Futtermitteln. Mahlzeiten aus Raps-Samen, Baumwoll-Samen, Sonnenblumen-Samen und Palmkernen können ebenfalls als Ersatzstoffe dienen. Der hauptsächliche Grund für die weit verbreitete Anwendung von Sojaschrot bei der Fütterung ist der niedrige Preis. Wenn die Preise steigen, wird es wirtschaftlich notwendig, andere Ersatzstoffe zu wählen. Li Qiang ist der Vorstand der Firma „Shanghai JC Intelligence Co. Ltd.“. Er sagte, chinesische Importe von Sojaschrot-Ersatzstoffen haben „großes Potenzial für Wachstum“. „Wenn China die Importe von Rapsöl um 2,5 Millionen Tonnen, von Sonnenblumenkernen um 3,5 Millionen Tonnen und von Palmkernen um 3 Millionen Tonnen in diesem Jahr erhöht, könnte das Land theoretisch die Sojabohnenimporte um 6 Millionen Tonnen reduzieren“, sagte Li. Das Land könne auch seine Fähigkeit zur Selbstversorgung mit Ölpflanzen erhöhen.

  Zu Beginn des Jahres gab das Ministerium für Landwirtschaft und ländliche Angelegenheiten bekannt, dass Chinas Anbaugebiet für Sojabohnen in diesem Jahr um ungefähr 666.667 Hektar vergrößert werde. Fu Tingdong, ein Professor an der Huazhong Agricultural University in der zentralchinesischen Provinz Hubei sagte, für den Anbau von Sojabohnen könnten 4 Millionen Hektar brachliegende Acker- und Wattflächen im Jangtse-Becken genutzt werden. Verluste in der chinesischen Zuchtindustrie seit März 2018 belasten die Nachfrage nach Sojaprodukten ebenfalls. Im zweiten Quartal sank der Sojaschrotverbrauch in China im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Prozent. Analysten prognostizieren, dass die Nachfrage nach Sojaschrot in den nächsten Monaten im Vergleich zum Vorjahr weiter sinken wird.

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