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China fordert angemessenes Verhalten der USA

Datum: 09.10.2018, 16:39 Quelle: (German.people.cn)

  

  Hochrangige chinesische Diplomaten drängten die Vereinigten Staaten am Montag, die Interessen der Volksrepublik nicht zu schädigen. Sie sagten, das Land werde notwendige Maßnahmen ergreifen und an seinen Souveränitäts-, Sicherheits- und Entwicklungsinteressen festhalten.

  Die chinesisch-amerikanischen Beziehungen befänden sich in einem kritischen Stadium und stünden vor großen Herausforderungen, sagte Yang Jiechi, Direktor des Amtes für Auswärtige Angelegenheiten des Zentralkomitees der Kommunistischen Partei Chinas. Yang sprach bei einem Treffen mit US-Außenminister Mike Pompeo in Beijing.

  Partnerschaft sei die einzig richtige Wahl für die beiden großen Länder, so Yang. China hoffe, dass die USA die richtige Wahl treffen und mit der Volksrepublik zusammenarbeiten werden, um Unterschiede auf der Grundlage gegenseitigen Respekts zu bewältigen und pragmatisch zum gegenseitigen Nutzen zu kooperieren, fügte er hinzu.

  In einem separaten Treffen machte Staatsrat und Außenminister Wang Yi die US-Maßnahmen für die Eskalation der Handelsspannungen verantwortlich und verurteilte Washingtons jüngste Aktionen in Bezug auf Taiwan und andere Angelegenheiten. Er sagte, ein Handelskrieg sei keine Lösung.

  China sei immer noch bereit, Streitigkeiten durch Verhandlungen beizulegen, aber sie müssten auf Gleichheit, Integrität und Ernsthaftigkeit beruhen, so Wang.

  Wang forderte die USA zudem auf, sich an das Ein-China-Prinzip und die drei chinesisch-amerikanischen Kommuniqués zu halten. Des Weiteren forderte der Außenminister von Washington, den offiziellen Austausch und die militärischen Verbindungen zu Taiwan sowie Waffenverkäufe an die Insel zu stoppen.

  Neben der Forderung Wangs, die USA sollten sich nicht in Länder einmischen, die diplomatische Beziehungen mit China aufgebaut haben oder dies in zukünftig tun wollen, sprach der chinesische Topdiplomat sich auch dafür aus, dass Washington konkrete Maßnahmen ergreifen sollte, um die Unabhängigkeitskräfte Taiwans zurückzuhalten und Frieden und Stabilität an der Taiwanstraße aufrechtzuerhalten.

  Pompeos Besuch fand vor dem Hintergrund der sich – aufgrund von Vergeltungszöllen - verschlechternden Beziehung der beiden Staaten statt. Vor seiner Reise nach Beijing hatte der amerikanische Außenminister bereits Tokio, Pjöngjang und Seoul besucht.

  Pompeo reagierte mit der Aussage, die USA würden sich weder gegen Chinas Entwicklung stellen, noch versuchen die Volksrepublik umfassend einzugrenzen - trotz ausgeprägten Meinungsverschiedenheiten in einigen Fragen. Er bekräftigte, dass die USA das Ein-China-Prinzip unterstützen und sagte, dass die beiden Seiten die Kommunikation stärken, gegenseitiges Vertrauen aufbauen und die auf Regeln basierende Zusammenarbeit verstärken sollten.

  Der US-Diplomat tauschte sich mit seinen chinesischen Kollegen über seine Reise nach Nordkorea aus, würdigte Chinas konsequente Position und Bemühungen zur Denuklearisierung der koreanischen Halbinsel und äußerte die Hoffnung, die Zusammenarbeit mit China in dieser Frage weiter stärken zu können.

  Wang hob hervor, dass China den direkten Dialog zwischen den USA und Nordkorea unterstütze und sich seiner einzigartigen und entscheidenden Rolle bei der Denuklearisierung der Halbinsel bewusst sei und sie pflichtbewusst und unter Berücksichtigung aller Beteiligten wahrnehmen werde.

  Zhou Fangyin, ein Wissenschaftler, der sich mit Chinas Außenpolitik am Guangdong Institut für Internationale Strategien befasst, glaubt, dass der hochrangige Austausch zwischen China und den USA wesentlich zur Vermeidung unerwarteter Situationen beitragen kann, gerade in einer Zeit, in der das Handelsproblem in einer Sackgasse steckt und in den USA verstärkt eine harte Linie gegen die Volksrepublik gefordert wird.

  „Die USA betrachten China als einen strategischen Konkurrenten, was wiederum die US-Politik gegenüber China beeinflusst“, meint Zhou und fügt hinzu, dass China weiterhin strategische Stabilität in den chinesisch-amerikanischen Beziehungen anstrebe.

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