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Tibet-Go begrüßt eine neue Entwicklungsphase

Datum: 10.08.2018, 09:23 Quelle: China Tibet Online

Tibet-Go könnte man auf Tibetisch wörtlich als "Viele Augen-Go" übersetzen. Das intelligente und spaßige Spiel, das in den tibetischen Gebieten Chinas, Bhutan und Nepal verbreitet ist, unterscheidet sich nur leicht vom chinesischen Go.


Foto: Ein erhaltenes Go-Spielbrett mit verschiedenfarbigen steinernen Spielfiguren

In der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts war Tibet-Go Schocks durch Kultur und Spiele der modernen Gesellschaft und durch große wirtschaftliche Veränderungen ausgesetzt. Als es fast in Vergessenheit geraten war, haben zum Glück einige tibetische und Han-Go-Fans mit Weitblick verschiedene Tibet-Go-Arten ausgegraben. Nach vielen Jahren Werbung und Förderung haben viele Grundschuen Lhasas Interessenklassen für Tibet-Go eingerichtet. Nun gibt es in Tibet bereits über 20.000 Tibet-Go-Liebhaber aller Altersklassen, womit Tibet-Go eine neue historische Entwicklungsphase einläutet, in der Schutz und Überlieferung dieser Spielart immer besser werden.

Das tibetische Go-Brett hat 17 parallele Linien und 289 Felder. Die Spielregeln sind Ausdruck der Theorien zu Natur, Leben, Gesellschaft und Militärwesen der antiken Vorfahren. Seit seiner Geburt wurde Tibet-Go eine beliebte Freizeitbeschäftigung.

Ein verbreiteter Glaube ist, dass die Entstehung von Tibet-Go mit früher tibetischer schamanischer Wahrsagerei zu Leben und Tod, Bön-Religion und Kalenderberechnungen zusammen hänge. Auch eine gewisse Beziehung zu militärischen Überlegungen der Befehlshaber antiker Stämme besteht.

Durch Ausgrabungen wurden ein gutes Dutzend steinerne Go-Bretter, Fragmente aus historischen Büchern über Go-Spieler und Go-Materialien gefunden.

Nach Mitte des 19. Jahrhunderts gelangte Tibet-Go in eine Blütezeit und es gab Spezialtexte über Tibet-Go. Eine handgeschriebene Kopie liegt im Labrang-Kloster von Gannan neben Kalenderberechnungsbüchern. Autor ist der berühmte Kalenderberechner Danbar Gyatso, der zugleich ein fortgeschrittener Tibet-Go-Spieler ist.

Tibet-Go ist hinsichtlich Entstehung und Entwicklungsform sehr ähnlich zum Go der mittleren Ebenen. Beide Spielarten haben ein netzförmiges Spielbrett, dass die Weite von Himmel und Erde zeigt. Da Go-Spieler im Spiel Gedankenblitze, Kognition und Rationalität benutzen, kann sich das Spiel immer wieder verändern, was der Entwicklung menschlicher Intelligenz sehr hilft. Es macht nicht nur weise, sondern bildet auch den Charakter. In der traditionellen chinesischen Gesellschaft hat man die Go-Fähigkeiten einer Person als Kriterium genommen, um zu sehen, ob die Person sich in der Go-Geschichte auskennt und vielseitig begabt ist.

(Redakteur:Soong)

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